Mitglied Hans-Joachim Gruve

Foto: Jan Görner/Archiv

Seiffener streiten für erfolgreichen Entscheid

Bürgerinitiative "Pro Schwartenberggemeinde" hält weiter Kurs auf Neuhausen

Seiffen. Die Seiffener Bürgerinitiative (BI) "Pro Schwartenberggemeinde" will mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln weiterhin für einen erfolgreichen Bürgerentscheid kämpfen. Das hat eine erweiterte Zusammenkunft der BI mit mehr als 20 Mitgliedern und interessierten Bürgern ergeben. Anlass war unter anderem ein Brief aus dem sächsischen Innenministerium an den Seiffener Bürgermeister, in dem die Zukunft von Seiffen im Erzgebirgskreis und in einer Einheitsgemeinde mit Deutschneudorf und Heidersdorf gesehen wird. Dagegen setzt sich die BI für eine Fusion mit der Gemeinde Neuhausen im Landkreis Mittelsachsen ein.

BI zeigt Geschlossenheit

Von der BI kritisch gesehen wird, dass sich das Innenministerium "in der Phase der Wahlvorbereitung mit recht undemokratischen Mitteln einmischt", informierte BI-Mitglied Hans-Joachim Gruve über die Zusammenkunft. Gewertet wurde das von den Teilnehmern als "ein klarer Verstoß gegen das sächsische Kommunalrecht".

Der Bürgerentscheid, bei dem die Seiffener über die Zukunft des Spielzeugdorfes abstimmen sollen, wird am 13. November stattfinden. Bis dahin will die BI unter anderem mit Plakaten und Handzetteln den Wahlkampf führen. "Die BI ist sich bewusst, dass der Brief vom Staatsministerium ... bei unwissenden Bürgern von Seiffen Irritationen und Verunsicherung hervorgerufen hat", so Gruve. "Der erweiterte Kreis der BI ist jedoch geschlossen und einmütig bereit, für den Erfolg des Bürgerentscheides zu streiten."

Wahlberechtigte sollen votieren

Dem in Seiffen bevorstehenden Bürgerentscheid war ein Bürgerbegehren vorausgegangen. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten aus dem Spielzeugdorf trugen sich in die Unterschriftenlisten ein, mit denen BI-Mitglieder und Sympathisanten in der Gemeinde unterwegs waren. Die 1100 Unterschriften wurden im Juli vor dem Rathaus an Bürgermeister Heinz Seidler übergeben.

Im August beschloss der Gemeinderat mehrheitlich den 13. November 2011 als den Tag für den Bürgerentscheid. Bei dem Votum gab es zwei Gegenstimmen und eine Enthaltung. An dem November-Sonntag sollen die Wahlberechtigten aus dem Spielzeugdorf folgende Frage mit Ja oder Nein beantworten: Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Seiffen mit der Gemeinde Neuhausen eine Einheitsgemeinde im Landkreis Mittelsachsen bildet? Etwa 2200 Wahlberechtigte gibt es zurzeit in Seiffen.

 
erschienen am 28.09.2011 ( Von Wilfried Saworski )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
4
(Anmeldung erforderlich)
  • 11.10.2011
    21:03 Uhr

    millo: Hallo erstmal !
    Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt,das mit dem
    Absahnen. Meine Meinung ist die , das Gemeinden nicht ohne
    Grund sich zusammen schliessen , wobei ich denke Neuhausen
    war schon nie eine Option , da diese Angelegenheit schon im
    Vorfeld entschieden war ,was mich persönlich nicht überrascht hat. Nichts gegen die Neuhausener : Ich Kenne
    viele nette und intelligente Leute aus unserer Nachbar -
    gemeinde. Auf die Busanbindung muss ich noch mal zurück
    kommen: Nach Brand braucht man länger und es bestehen
    schlechtere Buszeiten als nach Mab und umsteigen kann
    auch nach Brand vorkommen.
    Zum Abschluss möchte ich noch auf etwas hinweisen:
    (Wäre) - eine Bahnanbindung vorhanden
    - Jobs (von den man auch leben kann) vorhanden
    - Infrastruktur(nicht nur Männeln) Ordentliches
    Schwimmbad (kein Spassbad -braucht keiner),
    Gaststätten die auch ein Normalverdiener aufsuchen
    kann ,
    -Gewerbe das sich nicht unbedingt mit Holz befasst
    Es gibt Ausnahmen ,aber zu wenige. Die Jugend von Heute
    wird regelrecht gezwungen Ihre Heimat zu verlassen.
    Das Ende vom Lied , Eingemeindung. so das wars erst mal .
    Tschü

    0 0
     
  • 09.10.2011
    23:37 Uhr

    heidelberger: Tja,da sitzen ein Olbernhauer und ein Seiffner,einer ist belustigt,der andere hätte das Geld für etwas anderes ausgegeben.Den ersten kann ich nicht verstehen,der zweite hat meine Zustimmung.Allerdings verstehe ich nicht ganz ,wer,wo,was absahnt? Hier geht es doch darum,das ein Teil der Gemeinde,die Vorgaben des Landes Sachsen(Gemeindegrößen über 5000) erfüllen möchte.Leider gefällt dies nicht jedem.Leider sind unsere Nachbargemeinden(D-neudorf und Heidersdorf)nicht gewillt mit einer so hoch verschuldeten Gemeinde eine Einheit zu bilden.Neuhausen hat damit kein Problem.Wer garantiert uns den,wenn wir "Stadt"werden,das man uns die Schulden erläßt?Da glaubt noch nicht mal der Weihnachtsmann dran, und der soll hier wohnen.Das dieser Bürgerentscheid letztendlich stattfindet,daran ist doch ein Teil der Gemeinderäte schuld!Denn einige davon saßen schon damals im selbigen und hätten es verhindern können.Es bloß auf einen abzuwälzen,ist zu einfach,doch sehr bequem.Wiederum sind es die selben,die jetzt nach dem Schuldenerlaß gieren(der so nicht kommen wird,wer hat heute noch was zu verschenken?).Schade Demokratie sieht anders aus.Und noch etwas,Behördengänge in Richtung FG sind einfacher,als nach ANA(z.B.Direktbus).Viel Spaß noch.Ein Heidelberger Glück Auf

    0 0
     
  • 06.10.2011
    23:15 Uhr

    millo: Ein Seiffener !
    Ich verstehe deine Belustigung, geht mir ähnlich,aber aus einer anderen Sicht.Statt das Geld für ein Bürgerentscheid aus dem
    Fenster zu werfen,gibt es sinnvollere Verwendungsarten.
    Die Wahl ist doch hier gar nicht entscheident, sondern wer,wo,was absahnen kann. Glück Auf Ein Seiffener

    1 0
     
  • 01.10.2011
    22:00 Uhr

    Olbernhauer: Vielen Dank, liebe Seiffener!
    Eure lustigen Zänkereien zaubern mir bei der morgentlichen FP-Lektüre immer ein Schmunzeln ins Gesicht. Vielleicht fusioniert Ihr nicht mit Olbernhau oder Neuhausen, sondern mit Schilda?
    Ein Olbernhauer

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