Startschuss für zweijährige Bauzeit in Lengefeld
Am Montag beginnt eines der größten Straßenbauprojekte der Stadt
Lengefeld. Genau 869 Meter lang ist der August-Bebel-Weg, der sich am Montag in eine Baustelle verwandeln wird. "Die Straße ist zum Teil in einem verheerenden Zustand und das seit vielen Jahren", ist Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) erleichtert, dass die Arbeiten nun beginnen. Mit dieser Länge und einem Volumen von mehr als einer halben Million Euro ist es das größte Straßenbauprojekt in Lengefeld seit einigen Jahren.
Zwei Jahre wird es dauern, den August-Bebel-Weg grundhaft auszubauen. Den Zuschlag dafür hatte der Stadtrat einstimmig einem Verkehrsbauunternehmen aus Chemnitz erteilt, das in Lengefeld bereits an der Schulstraße und dem Neumarkt tätig war. Mit gut 573.000 Euro hat die Firma das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Die Stadt hatte im Haushalt knapp 614.000 Euro Baukosten eingeplant, die Ausgaben für die Planung werden dabei extra gerechnet. Knapp 488.000 Euro Fördermittel bekommt Lengefeld aus dem Topf für integrierte ländliche Entwicklung. Der Zuwendungsbescheid war bereits im vergangenen September eingegangen.
Rund ein Drittel der Kosten macht die Straßenentwässerung aus. "Bisher verfügt die Straße als früherer Feldweg praktisch über keine Entwässerung", erläutert Wappler. Daher werden zuerst bis zur Höhe Wertstoffhof Rohre verlegt, über die später das Regenwasser in den Läusebach geleitet werden soll. "Ab dort bis zum Neunzehnhainer Weg wird die Entwässerung über den Straßengraben geregelt." In diesem Bereich, in dem kaum Gebäude entlang der Straße stehen, soll bis zum Winter der grundhafte Ausbau auch abgeschlossen werden.
Im nächsten Jahr sollen dann zwischen der Augustusburger Straße und etwa der Mitte der Zufahrt zur Spedition die Bagger rollen. Dieses Stück wird wiederum in drei Abschnitte gegliedert, die von Nord nach Süd abgearbeitet werden. So sollen die Anwohner jeweils so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Für jeden Abschnitt rechnet die Stadt mit einer Vollsperrung von rund zwei Monaten. "Wir bemühen uns, die Zufahrten so gut wie möglich zu gewährleisten", betont Wappler. Über den August-Bebel-Weg gelangen die Lengefelder unter anderem zum Kindergarten, einem Seniorenheim und zum Wertstoffhof. Letzterer soll auf jeden Fall ständig erreichbar sein, es wird über eine zweite Einfahrt nachgedacht.
Zusätzlich erhält die Gemeindestraße auf einer Länge von 320 Metern zwischen Erzgebirgshof und Seniorenheim einen 1,50 Meter breiten Gehweg. Die Fahrbahn wird im Durchschnitt 5,50 Meter und damit etwas breiter als derzeit werden. Da der Ausbau der Straße grundhaft erfolgt und nicht einfach nur eine neue Decke aus Bitumen aufgezogen wird, nutzen der Energieversorger Envia und der Wasserversorger ETW die Gelegenheit, um einige Leitungen zu verlegen.

