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Johannes Markert, Horst Jehmlich, Andreas Seifert und Wolfgang Ellmann (v. l.) gehörten zu den Gründungsmitgliedern der Mittelständischen Wirtschaftsvereinigung, die am Samstag in Dittmannsdorf das 25-jährige Gründungsjubiläum feierte. Der Verein hat derzeit über 70 Mitglieder.

Foto: Kristian Hahn

"Vom Tourismus allein können wir nicht leben"

Mittelständischer Wirtschaftsverein Olbernhau wird 25 Jahre alt - Vorsitzender Horst Jehmlich spricht über die Entwicklung der Stadt

erschienen am 20.03.2017

Horst Jehmlich ist 73 Jahre alt, führt einen Gartenmarkt und steht an der Spitze des Mittelständischen Wirtschaftsvereins Olbernhau - seit der Gründung vor 25 Jahren. Christoph Pengel fragte den Vorsitzenden nach seiner Sicht auf den Innenstadthandel, den Weihnachtsmarkt und den Tourismus.

"Freie Presse": Was haben Sie und Ihr Verein in den vergangenen 25 Jahren geschafft?

Horst Jehmlich: Eine extrem breite Palette. Wir haben Straßenfeste und Umzüge organisiert, Spenden nach den Hochwasserkatastrophen gesammelt, den Neujahrsempfang ins Leben gerufen. Und wir haben 1992, zusammen mit der Stadt, den Weihnachtsmarkt samt Handwerkerschau initiiert.

Der Schwerpunkt des Weihnachtsmarktes lag 2016 erstmals im Rittergut. Einige Händler in der Innenstadt fühlten sich abgehängt, nicht zuletzt wegen der Sperrung der Grünthaler Straße. War das ein Fehler?

Die Sperrung war ursprünglich nicht vorgesehen, ließ sich aber nicht vermeiden, weil die Eisbahn kurzfristig hinzu kam. Es gibt Überlegungen, deren Standort beim nächsten Mal zu ändern. Was das Rittergut angeht: Die neue Bühne hat auf jeden Fall ihre Berechtigung, zumal sie auch im Sommer genutzt werden kann. Aber wir sollten die Händler in der Grünthaler Straße wieder besser integrieren. Außerdem müssen die Buden mehr weihnachtliches Flair ausstrahlen, sowohl im Rittergut als auch in der Innenstadt. Einige davon passten optisch nicht auf den Markt. So was lässt sich im Vorfeld klären. Ansonsten müssen wir sehen, welche neuen Höhepunkte möglich sind.

Neben der Weihnachtskonkurrenz im Rittergut könnte bald ein neuer Rewe-Markt auf dem alten Heizhaus-Grundstück entstehen. Wäre das ein weiterer Schlag für den Handel in der Innenstadt?

Als vor Jahren der alte Rewe-Markt in der Straße Zum Poppschen Gut gebaut wurde, waren wir nicht einverstanden, vor allem, weil Händler dorthin abgeworben wurden. Aber der jetzige Plan wäre für uns kein Problem. Ich glaube auch nicht, dass Kaufkraft aus der Innenstadt abgezogen würde. Rewe hat mittlerweile eine feste Klientel in Olbernhau, und wenn der Markt schließt, sollten uns die Kunden erhalten bleiben statt nach Marienberg oder woandershin abzuwandern.

Bürgermeister Heinz-Peter Haustein hat vor Monaten sinngemäß gesagt: Touris- mus steht in Olbernhau nicht im Vordergrund. Wie sehen Sie das?

Ich sehe das ähnlich. Sicher: Es ist schön, dass wir Stadtführungen mit der Saigerhütte als Höhepunkt haben oder Vereine, die sich um Bergwerkstätten kümmern. Doch vom Tourismus allein können wir nicht leben. Er ist nur einer von vielen Mosaiksteinen. Wichtig ist die Attraktivität insgesamt. Wir müssen in Olbernhau vor allem die Verkehrsanbindung verbessern und Gewerbeansiedlungen ermöglichen.

 
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