Abseits von Straßen- und Stadtlärm: die Zwönitztalquelle. Foto: Wolfgang Schmidt
Zwönitzquelle und Ziegenberg
Beim Reiter ohne Kopf: Tour zwischen Natur und bewegender Geschichte am Armesünderbrunnen
Die Rundwanderung beginnt auf dem Marktplatz Zwönitz und führt über die Rathausstraße zur Austelvilla (Rathausstraße 14), wo sich in prunkvollen Räumen die Raritätensammlung "Bruno Gebhardt" befindet. Der Weg führt durch den geschützten Landschaftsbestandteil Austelpark mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten in Richtung Zwönitzquelle. In der Mitte des Parks befindet sich der Stolln "Neues Glück", der nach Voranmeldung interessante Einblicke in die Bergbaugeschichte bietet. Weiter geht es zum Stolln "Segen Gottes". Dieser Stollen brachte zu den Bergbauzeiten nicht die erhofften Funde. Aber man fand etwas Eisenerz, dass im Eisenhammer verhüttet worden ist. 1780 wurde die Anlage das letzte Mal ausgebaut.
Vorbei am Mordkreuz linkerhand die Straße querend, kommt man am Zwönitzer Wasserfall vorbei. In Höhe Hundesportplatz wird die Straße wieder gequert. Der Wanderer gelangt so zum ehemaligen Stolln "St. Christoph" und quert den Platz in Richtung Stolln "Felsenbauend Glück", der nach Voranmeldung ebenfalls besichtigt werden kann. Am Wassertretbecken besteht die Möglichkeit, die Füße zu erfrischen, bevor es weiter durch den Burgstädtler Wald in Richtung Zwönitzquelle geht. An der Zwönitzquelle ist die Zeit für eine ausgiebige Rast. Die Quelle wurde im Jahre 1995 gefasst und lockt seit dem immer am Ostermontag Hunderte von Besuchern zum alljährlichen Ostersingen. Jetzt geht es bergan in Richtung Moosheide. Zuvor biegt die Tour jedoch rechterhand zur Türckschanze ab. Diese heimatgeschichtliche Anlage erinnert an eine Begebenheit im Dreißigjährigen Krieg.
Weiter geht die Wanderung einige Meter rechterhand entlang der Grünhainer Straße zum Reiter ohne Kopf. Der Hausberg von Zwönitz, der Ziegenberg, auf dem nunmehr die Wanderung weiterführt, liegt auf 652 Meter über dem Meeresspiegel. Im Winter ist er ein beliebtes Wintersportgebiet. Im Sommer hat man von hier einen wunderbaren Ausblick auf die alte Bergstadt Zwönitz. Hier befindet sich auch der Armesünderbrunnen, wo früher die zum Tode durch den Strick verurteilten, ihr letztes Schlücklein erhielten. Vorbei am Denkmal zur Reichsgründung führt der Weg dem Ziegenberg hinab. In Richtung Markt gehend, erreicht der Wanderfreund die Anlage "Historisches Zwönitz". Auf 20 Kunstgusstafeln ist hier die wechselvolle Stadtgeschichte abgebildet.
Über den historischen Markt mit Postmeilensäule, Bergglocke und Glockenspiel im Rathausturm kommen wir wieder geradeaus zur Austelvilla. Jetzt lohnt ein Besuch im Museum (Mo/Di Ruhetag). Gegenüber befindet sich die Fronfeste, das Domizil der Zwönitzer Nachtwächter. Im Parkcafe Austelvilla kann man die gemütliche Wanderung im Biergarten zünftig ausklingen lassen.

