Bergbau-AG Schulleiter Matthias Lauckner (vorn) mit einem Teil seiner Bergbau-AG. Zu gern erkunden, erforschen und hinterfragen die Jungs und Mädchen den historischen Bergbau in der Region.

Foto: Privat

Bergbau-AG jubelt über "Schürfrecht"

Hobby-Bergleute erhallten grünes Licht für ein neues Erkundungsfeld

Schwarzenberg. "Es geht wieder los", sagt Matthias Lauckner, Schulleiter der Lernförderschule Schwarzenberg, und berichtet vom Jubel, den diese Nachricht bei den Mitstreitern der Bergbau-AG ausgelöst hat. Jubel - nachdem im vergangenen Jahr beinahe schon Tränen geflossen sind, weil die Arbeitsgemeinschaft an der Schule de facto vor dem Aus stand.

Dabei hatte die dreijährige Erkundung vom "Weg des Erzes" - gefördert über das Projekt des Kultusministeriums "Lern-Stadt-Museum" - aus der kleinen Bergbau-AG eine richtig "verschworene Gemeinschaft" werden lassen. "Die im Ergebnis entstandene CD wird heute noch oft verlangt", so Lauckner. Doch ihm als Schulleiter kam auch die Aufgabe zu, nach einer finalen Auswertungsrunde des Projekts in Dresden, seinen Hobby-Bergleuten zu vermitteln, dass es kein neues Projekt geben werde, da Kultus das Förderprogramm nicht neu auflegt. Lange Gesichter, betretene Mienen - Enttäuschung machte sich breit.

"Ein Jahr lang haben wir die AG dann über die Ganztagsförderung noch weiter geführt", so Lauckner. Doch als auch in diesem Bereich Kürzungen umgesetzt werden mussten, hatte die Bergbau-Truppe eigentlich schon Abschied gefeiert. "Für unsere Exkursionen braucht es eben etwas Geld", begründet Lauckner diesen Schritt.

Da klingelte im Sommer 2011 unverhofft das Telefon, und eine Frau aus dem Kultusministerium ermunterte den Schulchef mit seinen Steppkes, ein neues Vorhaben einzureichen. "Lern-Stadt-Museum" laufe nun auf Prämienbasis weiter, hieß es. "Nichts leichter als das", lautete die Devise und so heimsten die Schwarzenberger mit ihrem Projekt die erste Prämie in Höhe von 500 Euro ein. Wohlbemerkt, erneut als die einzige Lernförderschule, die sich überhaupt daran beteiligt.

 
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Bergbau-AG jubelt über "Schürfrecht"
Zunächst Pläne statt Eisen geschmiedet
 
erschienen am 27.01.2012 ( Von Beate Kindt-Matuschek )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
2
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  • 31.01.2012
    13:55 Uhr

    rotblitzer: Kommentar von moppi liegt ja vollkommen daneben. Es geht ja hier nicht um die Herkunft des Begriffes "Steppke", sondern viel mehr darum, dass Schüler einer Lernförderschule staatliche finanzielle Mittel erhalten, um einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen zu können. Darin liegt der Sinn dieses Artikels, und nicht in der Erforschung über die Herkunft des Begriffes "Steppke". Wenn man jetzt noch den Begriff "moppi" definieren wöllte, wer weiss, was da heraus käme. Ihr Kommentar geht einfach und substanzlos an der eigentlichen Sache vorbei. Es geht im Artikel doch nur darum, dass es im Erzgebirge noch viele ehrenamtlich tätige Menschen gibt, welche sich mit der Erkundung der Bergbauhistorie befassen, und dafür vom Kultusministerium einen kleinen Obolus von gerade mal 500,00 ? erhalten haben. Für einen "moppi" vielleicht zu geringfügig, aber für die Macher des Projektes ein Ansporn, weiter zu machen im Sinne einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für die Kinder der Lernförderschule.
    Übrigens noch ein kleiner Hinweis in Sachen Geographie, das Erzgebirge liegt komplett in Sachsen. Oder hat "moppi" schon mal was vom Silber-Erzbergbau nördlich von Magdeburg gehört? Viel Spass beim recherchieren!

    0 1
     
  • 28.01.2012
    05:24 Uhr

    moppi: Was bitte ist ein Steppke?
    Wikipedia sagt dazu folgendes:
    Steppke (niederdeutsche Verkleinerungsform von Stopfen) bezeichnet im Berliner Dialekt mit positivem Beiklang ein kleines Kind, einen kleinen Kerl. Es enthält die typische Diminutivendung ?-ke?, die auch in anderen berlinerischen Wendungen wie ?Raffke? zu finden sind.

    Schön und gut. Außerhalb der FP habe ich dieses Wort noch nie zu Gesicht bekommen (mit gutem Grund), wobei in der FP ja jeder zweite Artikel diese komische und regionsuntypische Umschreibung eines Kindes enthält. Könnten sich die Redakteure einmal die Wortherkunft anschauen? Niederdeutsch, soweit ich weiß liegt das Erzgebirge in Mitteldeutschland.

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