Mischlingshund Tasko (Foto) war der Liebling der Familie. Seit Karfreitag ist der Vierbeiner tot, vermutlich von einem Tierhasser vergiftet.
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Erzgebirge: Hundehalter haben Angst vor Giftköder-Attacken
In Raschau ist nach einem Spaziergang wieder ein Hund gestorben - Vermutlich wurde er Opfer eines Tierhassers
Raschau-Langenberg. Es war ein Todeskampf, der sich über Stunden hinweg zog. Zuerst fingen die Hinterläufe des erst vier Jahre alten Hundes zu zittern an. Dann schwankte der Mischling, als wäre er betrunken, bis er kaum noch stehen konnte. Ein Tierarzt kämpfte schließlich um das Leben von Tasko, so hieß der jämmerlich zu Grunde gegangene Hund . Doch er konnte ihn nicht mehr retten.
Am vergangenen Karfreitag ist der Vierbeiner von Britta Böhme aus Raschau-Langenberg nach einem Spaziergang ums Leben gekommen. Das Tier mit dem auffallend rötlichen Fell starb vermutlich an einem Giftköder, den Hundehasser an einem Feld ausgelegt hatten. Brisant und alarmierend ist der Fall deshalb, weil bereits in den vergangenen Jahren in diesem Bereich mehrere Hunde vergiftet worden waren. Die Polizei ermittelte in allen Fällen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Aber einen Täter zu finden, der in einem relativ großen Waldgebiet tödliche Chemikalien auslegt, ist schwer. "Seit 2010 gibt es im Raum Aue-Schwarzenberg zehn schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Viele davon waren solche Giftangriffe auf Hunde", sagt der zuständige Polizeisprecher Jan Meinel aus Zwickau. Einen Tatverdächtigen aber gibt es bisher nicht. Doch dafür existiert eine Art allgemeines Täterprofil. Die Polizei hält für möglich, dass es sich bei dem Täter um eine Person handelt, die möglicherweise einmal von einem Hund angefallen worden ist oder eine andere schlechte Erfahrung gemacht hat und sich auf diese Art rächen will.
Auch die Familie von Britta Böhme hat Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Für sie ist der Tod des Hundes ein schwerer Schlag. "Besonders unser Sohn Max und auch die Kinder des Nachbarn haben gern mit Tasko gespielt. Sie können nicht verstehen, dass ihr Liebling auf einmal tot ist", sagt die Frau. Die Kinder waren in Tränen ausgebrochen, als sie die Todesnachricht erhielten. Ob sich die Familie vor diesem traurigen Hintergrund einen neuen Hund anschaffen will, weiß sie noch nicht.
Denn in Raschau geht bei vielen Hundehaltern die Angst vor neuen Gift-Angriffen um. Zu ihnen gehört auch Anita Stieler aus dem Ortsteil Langenberg. Vor einem Jahr starb fast an der gleichen Stelle wie Tasko ihr Hund: ein wunderschöner weißer Samojede, der auf den Namen Inouk hörte. Anita Stieler erinnert sich noch an die schrecklichen Stunden des Abschieds: "Wir kamen von einem Spaziergang, als Inouk plötzlich vor der Haustür zusammenbrach." Der Hund bekam Durchfall, erbrach sich und wurde von schlimmen Krämpfen geschüttelt. Eine Tierärztin diagnostizierte eine Vergiftung - aber auch sie konnte nicht mehr helfen. Anita Stieler begrub den Hund im Garten, mit ihrem neuen meidet sie die Wiesen, auf denen die Giftköder lagen.
Im Fall des am Karfreitag gestorbenen Mischlingshundes untersucht jetzt das LKA das Erbrochene des Hundes auf die konkrete Substanz der Giftstoffe. (mit matu)


17:51 Uhr
marinamartin: Wir werden jetzt einen Verein ins Leben rufen, der gegen solche Leute vorgeht. Name und Adresse wird im Inertnet sowie auf Plakaten bekanntgegeben
Danke, M. Martin