Die Zschorlauer Band Course Death bei ihrem Auftritt.
Foto: Eric Heffenträger
Musik - eine Sprache, die wirklich jeder versteht
Rapper und Rocker feiern beim Esperanto-Festival an der Naturbühne
Schwarzenberg. Schwarzenberg. Knapp 150 junge Leute hat es am Samstag zum Esperanto-Festival auf dem Gelände der Naturbühne Schwarzenberg gezogen. Dabei wurde eines deutlich: Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Daher passte der Name auch ideal zum Veranstaltungskonzept.
Denn Esperanto ist eine Plansprache, die 1887 zur besseren internationalen Verständigung entwickelt wurde. "Wir wollten mit dem Konzert versuchen, so viele Musikrichtungen wie möglich zusammen auf eine Bühne zu bringen und damit auch ein wenig das Schubladendenken beenden", erklärt Florian Götsch, einer der drei Initiatoren.
Mit ihrer Idee hatten sich die Jugendlichen an die Schwarzenberger Streetworkerin Katja Mehlhorn vom Kreisjugendring Erzgebirge gewandt, die sie in Sachen Planung und Fördermittel unterstützte. "Bei so etwas helfe ich natürlich gern", sagt die 32-Jährige. Heraus kam eine bunte Mischung aus Workshops im "Beatboxing" oder "Jumpstyle"-Tanzen sowie ein Konzert mit sechs Bands.
Neben Rap-Musik von Attiler aus Schneeberg, Hardcore von Course Death (Zschorlau) und New Hate Rising (Stendal) sowie Akustik-Musik von Aktion X (Leipzig) gab es auch Rap'n'Roll von den angereisten Kölnern Querfälltein. Besonders gut kam am Abend die Auer Band Elvis burns the Bar an, die mit ihrem eigenen Mix aus Rock'n'Roll aus den Zeiten von Elvis Presley und modernem Punkrock sowie flotten Kontrabass-Solos viele Besucher zum Tanzen und Staunen vor der Bühne verleitete.
"Ich bin sehr zufrieden mit dem Konzert. Wir hatten allerdings mit etwas mehr Besuchern gerechnet", zieht Florian Götsch Bilanz. Im Publikum konnte man ähnliche Stimmen vernehmen. "Das Esperanto ist echt eine super Idee. Mir hat nur ein wenig ein großer Headliner gefehlt", meint der 21-jährige Martin Kämmerer. "Ich würde wieder herkommen. Ist doch eine richtig gute Sache, wenn hier im Erzgebirge sowas aufgezogen wird", fügt sein Kumpel Sebastian Eule aus Rittersgrün hinzu. Ihr Ziel konnten die jungen Veranstalter mit diesem Abend in jedem Fall erreichen, denn sie haben entgegen vieler Vorurteile gezeigt, dass Rapper und Rocker sehr wohl gut miteinander feiern können.


