Vor dem Zuckertütenfest gab's am Freitag für diese künftigen Abc-Schützen aus der Kindertagesstätte Brückenberg einen Fototermin auf der alten Holztreppe, die aus Brandschutzgründen ersetzt werden muss.
Foto: Felix Matuschek
Schwarzenberg investiert 250.000 Euro in besseren Brandschutz
In der Kindertagesstätte am Brückenberg in Schwarzenberg stehen ab September umfangreiche Bauarbeiten an
Schwarzenberg. Ein Zuckertütenfest mit anschließender Übernachtung im Kindergarten ist für Steppkes eine aufregende Sache. Am Freitag war es in der Kindertagesstätte am Brückenberg in Schwarzenberg wieder einmal soweit. Eine nächste Aufregung ist schon in Sicht, und die betrifft neben den Kindern auch deren Eltern und das Personal: Das Haus wird demnächst zur Baustelle.
Haupttreppe ein Hauptproblem
"Die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes setzt das Brandschutzkonzept um", erklärt Sylvia Hauber, Leiterin des Hauptamts im Rathaus. "Ein Hauptproblem stellt die Haupttreppe im Haus dar. Sie ist aus Holz, erfüllt die heutigen Anforderungen nicht. Auch an der Elektroanlage und an Leitungen sind Arbeiten erforderlich. Das Ganze wird ziemlich aufwändig; die Kosten sind auf zir-ka 250.000 Euro veranschlagt. Wir rechnen mit gut 70.000 Euro Finanzhilfe", so Hauber. Um die Betreuung der Kinder ordentlich absichern zu können und die nötige Baufreiheit zu schaffen, plant die Stadt das Auslagern der Tagesstätte, die vom Lebenshilfeverein betrieben wird.
Die Vorbereitungen laufen. Vertreter von Stadt, Tagesstätte und Elternbeirat haben zwei infrage kommende Ausweichobjekte besichtigt. "Wenn die Vorauswahl bestätigt ist, geht der Elternbrief mit allen Informationen raus", kündigt Kita-Leiterin Cornelia Reißmann an. "Die Eltern wissen aber schon, dass wir voraussichtlich Anfang September für einige Monate umziehen. Wir alle hoffen sehr, dass die Bauarbeiten dadurch schneller vorangehen und wir Weihnachten schon wieder am Brückenberg feiern können." Die integrative Einrichtung hat derzeit eine Kapazität von 52 Plätzen in Krippe und Kindergarten sowie einer heilpädagogischen Sondergruppe.
Nach Prüfung andere Prioritäten
Das in den 1950er-Jahren errichtete Gebäude dient seit 1996 als Kindertagesstätte. Umfangreiche Sanierungen gab es unter anderem schon am Dach und an der Fassade. Die jetzt geplanten Mittel waren ursprünglich für Restleistungen am Haus und für Außenanlagen gedacht. Im Ergebnis einer Brandverhütungsschau 2010 änderten sich die Prioritäten.
Die Lebenshilfe plant, das Dachgeschoss weiter auszubauen. Da dies aber weiteren Aufgaben des Trägervereins dient, etwa der Ferienbetreuung der G-Schule, sieht die Stadt keinen Grund, ihrerseits dort zu investieren. Eine Ausnahme bildet das Gewährleisten des bautechnischen Brandschutzes, so bei der Elektrik.

