In Schwarzenberg arbeitet eine neue mobile Sozialarbeiterin: Caroline Leers. Ihr Büro hat die 23-Jährige an der Weidauerstraße .
Foto: Lars Rosenkranz
Studentin arbeitet als Streetworkerin
Caroline Leers ist 23 und absolviert bald ihr letztes Studienjahr an der Fachhochschule Zittau-Görlitz
Schwarzenberg. Caroline Leers weiß ganz genau, was sie will: in der mobilen Jugendarbeit tätig sein. "Mit 14 oder 15 stand für mich fest, dass ich im sozialen Bereich arbeiten möchte, am liebsten als Streetworkerin", sagt sie.
Dieses Ziel hat die Bad Schlemaerin nun schneller verwirklicht, als sie es sich je erträumt hätte: Seit reichlich einer Woche ist die Studentin beim Kreisjugendring angestellt, trägt nun die Verantwortung für das Streetworkbüro in Schwarzenberg. Dabei studiert die 23-Jährige noch, wird erst in rund einem Jahr ihren Abschluss als Diplom-Sozialpädagogin in der Tasche haben. "Das hat sich einfach so ergeben, weil ich bereits von September 2009 bis März 2010 während eines Praktikums und anschließend auch ehrenamtlich in Schwarzenberg gearbeitet habe", erzählt Caroline Leers.
Nachdem die frühere Streetworkerin Katja Mehlhorn in Mutterschaftsurlaub ging, und deren Nachfolger, Heiko Schäffler, plötzlich eine andere Tätigkeit bevorzugte, suchten Stadt und Kreisjugendring nach einer Lösung. Caroline Leers: "Ich habe die Idee, dass ich ja diese Arbeit übernehmen könnte, einfach mal so als Hirngespinst in die Runde geworfen." Doch Michael Scholz, Teamleiter der mobilen Jugendarbeit im Raum Aue-Schwarzenberg und Stollberg, griff den Vorschlag auf und setzte sich für die junge Frau ein. "Ich traue Caro diese Aufgabe voll und ganz zu. Sie ist engagiert, gut ausgebildet, konnte einige Erfahrungen während des praktischen Semesters in Schwarzenberg sammeln und hat guten Kontakt zu den Jugendlichen." Scholz war es auch, der gemeinsam mit ihr alle rechtlichen Fragen an der Fachhochschule, beim Kreisjugendring und der Stadt Schwarzenberg klärte, denn für alle Beteiligten war völlig neu, dass eine Studentin bereits einen festen Arbeitsvertrag erhalten sollte.
Doch alles ging glatt. Zurzeit knüpft die angehende Sozialarbeiterin erste offizielle Kontakte, zum Beispiel zu Ordnungsamt und Sicherheitsdienst der Stadt Schwarzenberg, auch zu ihrer Kollegin Diana Tilp im Bürgerbüro Sonnenleithe. "Wir möchten im September gemeinsam kleinere Projekte realisieren, wie eine Nachtwanderung und einen Bastelnachmittag. Auf jeden Fall möchte ich auch den Skater-Contest fortsetzen. Demnächst besuche ich die Jugendgruppen in Heide, Pöhla und so weiter", nennt Caroline Leers ihre nächsten Vorhaben. "Hauptaugenmerk lege ich aber auf den Abschluss meines Studiums. Die Diplomarbeit möchte ich gern ein halbes Jahr früher schreiben, im Winter, damit ich dann nächsten Sommer richtig viel Zeit für die Arbeit mit den Jugendlichen habe", nennt Leers die nächsten Ziele. Sie ist dankbar, dass Mehlhorn, Scholz und andere Kollegen sie unterstützen. "Zudem habe ich den Vorteil, dass mich die Jugendlichen kennen und akzeptieren. Sie kommen freiwillig und möchten unsere Hilfe, das ist das Schöne an der Arbeit eines Streetworkers."


