In diesem Altkleidercontainer in Schwarzenberg-Sonnenleithe wurde Ende Januar 2011 die Leiche eines Babys gefunden.Foto: Erzfoto/Archiv
Tote Babys in Schwarzenberg und Böhmen waren Brüder
Polizei dehnt Zusammenarbeit nach DNA-Abgleich aus
Zwickau. Die beiden im Januar 2011 in Schwarzenberg und im Juni dieses Jahres im böhmischen Rotava gefundenen toten Säuglinge sind Brüder. Das hat der Vergleich der DNA der beiden ausgesetzten Babys ergeben. Zugleich habe der Abgleich bestätigt, dass die beiden Neugeborenen identische Eltern haben, sagte der Sprecher der Polizeidirektion Südwestsachsen, Jan Meinel, am Montag der "Freien Presse".
Aus diesem Grund würden die Ermittlungen jetzt gemeinsam geführt und auf beide Länder ausgedehnt. Das konkrete Vorgehen sei aber noch nicht besprochen worden. Dazu müssten die Polizei und Staatsanwaltschaften beider Länder involviert werden. Keinen Zusammenhang gebe es zu den beiden ausgesetzten Babys, die vor einigen Jahren kurz nacheinander in der Sparkasse Plauen und der Sparkasse Hof lebend gefunden wurden. Bis heute wurde die Mutter nicht ermittelt, die Kinder wachsen in Pflegefamilien auf. "Es gibt in Bezug auf die Mutter keine Übereinstimmung mit den beiden jüngsten Fällen", sagte ein Kriminalbeamter. (GT)

