Elternbeiträge in Auerbach werden erhöht
Betreuung der Kinder wird ab dem 1. September 2012 teurer
Auerbach. In der Gemeinde Auerbach müssen sich Eltern künftig auf höhere Beiträge für die Betreuung ihrer Kinder in der Kindertageseinrichtung Gänseblümchen und im Hort in der örtlichen Grundschule einstellen. Die Räte des Orts haben einstimmig den Beschluss gefasst, den Satz auf Grundlage der Betriebskostenabrechnung zu erhöhen. Die Anpassung erfolgt mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2012/2013 am 1. September.
Demnach müssen Eltern für einen neunstündigen Krippenplatz ihres Kindes 3,07 Euro mehr im Monat bezahlen. Für einen neunstündigen Kindergartenplatz beträgt der Zuschlag 1,84 Euro, für sechs Stunden Hort 1,08 Euro. Ein Beispiel: Mussten Eltern für einen Krippenplatz bislang 184,19 Euro im Monat bezahlen, steigt der Beitrag ab dem 1. September auf 187,26 Euro.
Unter den bereits erwähnten Betriebskosten, aus denen sich die Elternbeiträge ergeben, fallen unter anderem Personalkosten, Miete, Heizung, Wasser und auch pädagogisches Material. Steigende Personalkosten sind laut Kämmerin Simone Gerber jedoch nicht der Grund für die steigenden Elternbeiträge: "Die Erhöhung hängt mit der Erweiterung des Horts zusammen." Denn im Februar 2011 wurde der Hort aus dem Kindergarten der Gemeinde herausgelöst und in der örtlichen Grundschule in neuen Räumlichkeiten untergebracht. "Wir hätten Probleme mit den Kapazitäten bekommen. Ansonsten hätten wir vielen Eltern, die einen Hortplatz wollten, absagen müssen", erklärt die Kämmerin Auerbachs. Die Zahlen belegen das. Die Anzahl an Kindern, die den Hort in Auerbach besuchen, hat sich binnen einem Jahr fast verdoppelt. Waren es im April 2011 noch 40 Jungen und Mädchen, stieg die Zahl bis April 2012 auf 75 an.
"Aufgrund der nunmehr zwei Objekte ist der Aufwand natürlich gestiegen", begründet Auerbachs Bürgermeister Horst Kretzschmann (parteilos) den Beschluss. Aus den neuen Räumlichkeiten resultiere, so Simone Gerber, die höheren Heiz- und Energiekosten. "Es ist der größte Kostenpunkt. Das macht sich schon deutlich bemerkbar. Deshalb müssen die Elternbeiträge angepasst werden", sagt die Kämmerin.

