Das Original Mitte der 1950er-Jahre in Hohenstein nach der Eisenbahnunterquerung an der Goldbachstraße.
Foto: Wolfgang Hallmann (Reproduktion)
Kosten und Finanzierung von Modellanlage weiter offen
Ausstellung des Projekts "Sächsische Überlandbahn" im Bergbaumuseum geplant
Oelsnitz. Das von der Arbeitsgruppe Steinkohlenweg geplante Modellbau-Projekt "Sächsische Überlandbahn" wird nach jetzigem Stand im nächsten Jahr nicht wie ursprünglich geplant abgeschlossen sein können. Grund ist die noch immer nicht exakt geklärte Kostenfrage und damit die Finanzierung.
Im nächsten Jahr soll im Bergbaumuseum Oelsnitz eine Ausstellung anlässlich 100 Jahre Überlandbahn organisiert werden, dies wäre ein guter Anlass für die Einweihung der Miniatur-Anlage gewesen. Auf der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe, der die Bürgermeister beziehungsweise Vertreter von Lugau, Hohndorf, Gersdorf und Oelsnitz sowie des Kul(t)ourbetriebes Erzgebirge angehören, wurde nun beschlossen, für 2013 zumindest eine Interimslösung anzubieten.
Mitarbeiter der Miniaturanlage "Klein-Erzgebirge" in Oederan und die Mitglieder des Modellbahnclubs Gersdorf hatten zwar ihre Hilfe angeboten, auch der Ort für die Aufstellung - das Foyer des Bergbaumuseums - stehen fest. Aber die bisher angenommenen Kosten schwanken zwischen 5000 und 15.000 Euro, zudem fehlt ein tragfähiges Konzept, auf dem eventuelle Förderanträge basieren könnten.
Derzeit, so Museumsleiter Jan Färber, sei das Bergbaumuseum wegen anderer Prioritäten auch nicht in der Lage, dem Projekt fachlich zur Seite zu stehen. Ebenso sei in den nächsten zwei bis drei Jahren keine finanzielle Unterstützung durch die Einrichtung möglich. "So ein Projekt braucht eine kontinuierliche Betreuung. Wir sollten es vertagen, bis wir es finanziell und personell absichern können." Jan Färber will aber die Kosten für eine Konzepterstellung ermitteln.
Auch im "Klein-Erzgebirge" sind derzeit viele Hände mit der Beseitigung der jüngsten Vandalismus-Schäden gebunden, sodass von dort momentan kaum mit Hilfe gerechnet werden kann. Gersdorfs Bürgermeister Wolfgang Streubel gab zudem zu bedenken, dass der Gersdorfer Modellbahnclub zwar helfen wolle, aber derzeit kapazitätsmäßig dazu nicht in der Lage sei, er arbeite aktuell an einer neuen Platte.
Die nun favorisierte Zwischenlösung heißt, 2013 zumindest die in Gersdorf beziehungsweise Hohenstein-Ernstthal bereits existierenden Modelle von Bahn und Gebäuden an der Strecke zu zeigen. Unter Umständen könnten dann auch Konzept und Finanzierungsmodell für das Projekt vorgestellt werden.
Die Arbeitsgruppe Steinkohlenweg hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den gleichnamigen 2010 eingeweihten Wanderweg bekannt zu machen und zugleich die Erinnerung an die Bergbautradition der Region am Leben zu halten.


