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Victoria Böhme, Anne Josephine Kegel und Ben Fugmann (von rechts) entwerfen Plakate zum Energiesparen, während Marcel Böttcher (links) Aufdrucke für Lichtschalter erstellt.

Foto: Cristina Zehrfeld

Schüler spüren Energiefresser auf

Heizung runter, Licht aus! Die Schüler der Turley-Oberschule in Oelsnitz haben sich seit Schuljahresbeginn zu Energiesparfüchsen entwickelt. Der Grund: Jede eingesparte Kilowattstunde zahlt sich für sie in barer Münze aus.

Von Cristina Zehrfeld
erschienen am 21.03.2017

Oelsnitz. Plakate in den Treppenhäusern, Beschriftungen an Lichtschaltern und Aufkleber an Computern erinnern in der Turley-Oberschule künftig permanent an die großen und kleinen Möglichkeiten zum Energiesparen. Die Heizung im Treppenhaus muss nicht volle Pulle aufgedreht werden. In verlassenen Klassenzimmern wird kein Licht gebraucht. Computer im Standby-Modus sind unnütze Stromfresser. "Mit etwas Gespür fürs Alltagsverhalten kann man zwischen vier und 15 Prozent Strom sparen", veranschaulicht Ute Niezel, worum es bei dem Ganzen geht.

Die Diplom-Geologin leitet seit Schuljahresbeginn als Referentin des Bildungsinstituts Berlin ein Energiesparprojekt, welches der Schule am Ende bares Geld bringen soll. Dafür sind in den fünften bis zehnten Klassen je vier Energiebeauftragte berufen worden, die sich intensiv mit der Situation an der Schule beschäftigt haben. "Besonders cool war unser Besuch im Heizungskeller, da haben wir mal gesehen, wie das alles funktioniert", erzählt der 13-jährige Ben Fugmann, der damit auch gleich den größten Energiefresser benennt. Als Schwachstellen wurden vor allem die Thermostate in den Treppenhäusern erkannt, die sich viel zu stark hochregulieren lassen.

Um das abzustellen muss der Hausmeister ran. Doch auch die Schüler selbst können beim Sparen helfen. "Wo sich in den letzten Monaten richtig viel verändert hat, das ist das Lüftungsverhalten. Stoßlüftung statt Fenster kippen ist bei uns inzwischen die Devise", erklärt Steffi Ratz. Die Physiklehrerin ist die schulische Betreuerin des Projekts, und sie sieht auch unmittelbare Vorteile fürs Lernen: "Dieses Projekt ist Physikunterricht in der Praxis." Dabei beschränkt sich der positive Effekt nicht nur auf die Schule. "Speziell das Stoßlüften mache ich jetzt auch zu Hause", sagt beispielsweise der 16-jährige Marcel Böttcher.

Zum Abschluss nach drei Jahren soll sich das Projekt dann auch in barer Münze auszahlen, denn es ist ein sogenanntes Fifty-fifty-Projekt. Will heißen: Zum Start wurde der Energieverbrauch der Schule exakt ermittelt. Das wird am Ende wiederholt, und für jeden bis dahin eingesparten Euro bekommt die Schule 50 Cent überwiesen. Und zwar von der Stadt, denn Schule und Kommune haben eine Art Wette abgeschlossen, ob es die Schule schafft, Energiekosten einzusparen.

Ben Fugmann freut sich: "Dafür können wir etwas Schönes machen, vielleicht mal baden gehen." Lehrerin Steffi Ratz favorisiert etwas anderes: "Ich wünsche mir eine Anzeigentafel, auf der man ablesen kann, wie viel Strom die Fotovoltaikanlage unserer Schule produziert."

Die Turley-Oberschule Oelsnitz ist eine von insgesamt neun sächsischen Schulen, die in dem auf drei Jahre angelegten Projekt von der Sächsischen Energieagentur gefördert werden. Der Schwerpunkt liegt bewusst auf der Heizperiode zwischen Oktober und März. "Bis es im Herbst weitergeht, bleibt das Energiesparen im Bewusstsein der Schüler. Doch langfristig muss man das immer wieder neu reinbringen. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn es auch nach den drei Jahren weitergeht", erklärt Ute Niezel.

 
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