So wie diese Probetafel sollen künftig alle Tafeln aussehen.
Foto: Andreas Tannert/Archiv
Seifersdorf wird diesen Sommer nun endlich zum "Museum"
Lleiner Ort will allen seine Geschichte mitteilen: Mit 15 Tafeln an markanten Plätzen
Seifersdorf. Seifersdorf gilt als eine der ältesten Siedlungen der Gegend um Stollberg. Der Ort ist vermutlich kurz nach 1100 gegründet worden - die erste urkundliche Erwähnung von "Seyffersdorf" stammt aus dem Jahre 1385.
Das steht auf der Internetseite der Gemeinde Jahnsdorf. Zu dieser gehört der Ortsteil Seifersdorf. Doch die Frage ist ja: Ist das alles?
Nein, ist es nicht. Denn Seifersdorf hat mehr zu erzählen über sich. Die fast 100 Mitglieder des dortigen Dorfvereins sagen das - und auch der Vize-Vorsitzende Wolfgang Winkler ist davon überzeugt. Deshalb soll im Sommer ein besonderes Projekt fertig sein: Gästen und den 720 Einwohnern wird die Geschichte, das Wachsen und die Veränderungen des Dorfes vermittelt - wie in einem Museum. Mit wetterbeständigen Informationstafeln an wichtigen Gebäuden der Gemeinde wird ein richtiger Themenweg zum Ablaufen erstellt. 15 solcher Stationen sind vorgesehen. "Es geht um die geschichtliche Darstellung des Ortes unter dem Aspekt der Lage im Erzgebirge und bezüglich des traditionellen Handwerks sowie der historischen Infrastruktur und Gebäude - etwa Schule, Post, Gemeinde oder Feuerwehr", sagt Winkler.
Eigentlich sollte das "Museum Seifersdorf" schon begehbar sein, doch dann stellte der Verein noch einen Antrag auf Fördermittel beim Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zur Integrierten Ländlichen Entwicklung. Mit Erfolg. 3400 Euro gab es aus Dresden - für offiziell "Investive Maßnahmen zur Schaffung öffentlich zugänglicher, kleiner touristischer Infrastruktur".
Winkler weiß schon heute: "Die Maßnahme muss Ende Juni abgerechnet werden, sodass uns bis dahin eine arbeitsreiche Zeit in unserem Dorfverein bevorsteht." So sind die Halterungen für Thementafeln schon fertig und die Bewohner der Häuser eingebunden in den Plan. Zudem sollen auch Aufsteller für extra gefertigte öffentliche Schwibbögen gefertigt werden.
Weiterhin ist die Aufstellung der ehemaligen Schulglocke am historischen Standort vorgesehen und die Ortseingänge sollen entsprechend erzgebirgischer Traditionen mit dem Bezug auf einen virtuellen Ortsrundgang auf der Vereins- Homepage gestaltet werden. Winkler: "Geplant sind drei Aufsteller jeweils am Ortseingang mit Schwibbogen und Hinweis auf den Ortsrundgang."


