Stadt hat schon die Zeit nach der Schau im Blick
Falls Lugau den Zuschlag bekommt: Stadtrat beschließt neben Bewerbungskonzept auch die Nachnutzung für Landesgartenschau-Anlagen
Lugau. Lugau. Zwar haben die Lugauer die Landesgartenschau 2015 noch nicht in der Tasche, aber für den Fall der Fälle hat der Stadtrat schon ein Nachnutzungskonzept beschlossen. Denn, so Bürgermeister Thomas Weikert (Linke), nach dem Ereignis soll so wenig wie möglich zurückgebaut werden müssen.
Projektmitarbeiter Martin Weigel vom Büro Schramm, welches das Bewerbungskonzept erstellt, gab auf der Ratssitzung einen kurzen Überblick, was entstehen und was aus den Gebäuden und Plätzen nach der Landesgartenschau im Jahr 2015 werden soll. Wobei Bauamtschef Jan Jacob betonte, dass die Räte in der Vorwoche schon wesentlich detaillierter über den Planungsstand informiert wurden. In der öffentlichen Ratssitzung beschränke man sich nur auf das Wesentliche. Bürgermeister Weikert lieferte die Erklärung: "Die Konkurrenz schläft ja nicht."
Das Landesgartenschaugelände soll aus zwei Teilen bestehen - dem Bahnhofsareal und der Viktoriaschachthalde mit dem ehemaligen Pionierstadion. Der überwiegende Teil der Flächen befindet sich bereits in städtischem Besitz. Im Bereich Bahnhofsgelände sollen beispielsweise ein großer Spielplatz und im Schillerpark eine Ruhezone entstehen, aus der Werks- soll eine Blumenhalle werden. Auch an eine Nutzung des Güterschuppens als Stadthalle ist gedacht. Das Gelände der Viktoriaschachthalde ist für Leistungsschauen gedacht und soll außerdem einen Spiel- und Freizeitbereich sowie einen Aussichtspunkt erhalten.
Und nach der Gartenschau? Laut Konzept sollen die Lugauer sowohl den Aussichtspunkt als auch einen Teil des Freizeitbereiches mit Skaterbahn weiternutzen können. Aus der Blumen- soll eine Sporthalle werden, in der sich vielleicht auch ein Platz für die Ringer findet. Und auch die Stadthalle soll als Veranstaltungsort erhalten werden, als Parkplatz dafür ist der Gartenschau-Behindertenparkplatz vorgesehen, der in diesem Areal entstehen soll.
Bewerbungsschluss für die Landesgartenschau 2015 ist am 30. September. Wie Jan Jacob sagte, wird am 27. September eine Baumpflanzaktion im Bereich der Facius-Villa stattfinden, auf der Bürgermeister Weikert symbolisch zur Bewerbung verabschiedet wird. Das komplette Konzept soll der Öffentlichkeit dann am 3. Oktober vorgestellt werden.


