Die Bulldog-Freunde aus dem Erzgebirge: Übers Wochenende hatten sie knatternd und tuckernd einfach mal den Fichtelberg erobert. Etwas Trotz war allerdings auch dabei - schließlich konnten sie nicht an der Bulldog-WM in Österreich teilnehmen.
Foto: Maik Bohn
Traktoren fahren rauf zum Fichtelberg
Die Bulldog-Fans aus dem Erzgebirge waren bei der WM in Österreich dieses Wochenende nicht dabei- Sie machten ihre eigene Party
Zwönitz/Oberwiesenthal. Genau dieses Wochenende fand die 10. Oldtimer Traktor WM auf dem Großglockner in Österreich statt. Die Bulldog-Freunde aus dem Erzgebirge hatten in den letzten sechs Jahren schon vier Mal gewonnen. Doch wegen einer verpassten Anmeldung konnten sie diesmal nicht teilnehmen. Kurz entschlossen tuckerten sie dafür nun auf den Fichtelberg.
Doch während die einen auf das Dach Sachsens rollten, war ein anderer aus der Region - still und leise - beim Großglockner dabei. Sozusagen als erzgebirgischer Einzelkämpfer: Mirko Sindler aus Kemtau belegte mit seiner Lanz D3506 in der Klassenwertung Baujahr bis 1944 immerhin einen 3. Platz. Sindler hatte sich einfach alleine auf den Weg nach Österreich gemacht.
Zurück zu den Bulldog-Freunden aus dem Erzgebirge: Bereits am Freitag begann die Fahrt nach Oberwiesenthal. Von Zwönitz aus setzte sich der Tross langsam in Bewegung. Während der Fahrt haben sich noch andere Bulldogfreunde mit Ihren Fahrzeugen dazu gesellt. 45 Teilnehmer waren es dann. Gemeinsam ging es dann auf die letzten Kilometer, über Tellerhäuser, um den Fichtelberg mit seinen 1215 Höhenmetern mit schweren Motoren zu erklimmen. Viele Zuschauer standen an der Straße, sahen und hörten die alten Maschinen, winkten und machten Fotos. Auch am Fichtelberg selbst wurden die Traktor-Freunde herzlich begrüßt.
Später kam dann noch ein Fahrer mit einer S4000 Feuerwehr zur Sachsenbaude. Dort, wo die Teilnehmer der erzgebirgischen Bulldog-Gegenparty übernachteten. Mit den Traktoren fuhren diese am Samstag zur Preßnitztalbahn und stiegen somit von einem historischen Gefährt ins Nächste. Am Abend wurde dann noch der Gipfel des Fichtelbergs mit den Bulldogs erklommen.
Wer die Teilnehmer genau beobachtete, merkte aber schon ein wenig Wehmut in den Gesichtern, dass sie nicht bei der WM dabei waren. Das war aber auch ein Unglück: Als die Startnummern am 1. März ab Mitternacht per Internet vergeben wurden, waren diese nach wenigen Stunden weg. Die Erzgebirger hatten es schlicht verschlafen, denn sie wollten sich gleich nach dem Frühstück anmelden. Doch für sie überraschend war es da schon zu spät.


