Anwohner fordern befestigte Umleitung

Bau von Bachdurchlässen in Krumhermersdorf ist Voraussetzung für die Straßensanierung - Doch viele Geschäftsinhaber äußern Sorgen

Krumhermersdorf. Krumhermersdorf. Jahrelang haben die Krumhermersdorfer für die Instandsetzung ihrer Hauptstraße gekämpft, in den nächsten Monaten werden dafür als Voraussetzung Bachdurchlässe gebaut. Doch derzeit bereiten den Anwohnern die Einschränkungen aufgrund mehrerer Baustellen im Ort gleichzeitig Sorgen.

"Natürlich freuen wir uns, dass endlich gebaut wird", bestätigt Geschäftsinhaberin Katharina Beyer und sagt zugleich: "Aber wenn wir so völlig abgeschnitten sind, werden die nächsten Wochen für unseren Geschenk- und Schreibwarenladen eine Überlebensfrage." Eine gut befestigte Umfahrung hinter dem Friedhof würde helfen, die Situation zu entkrampfen, meint sie: "Das würde uns viele Sorgen nehmen."

Auch Anwohner Bernd Noack fordert diese befestigte Umfahrung, denn dann wären viele Probleme gelöst. Er hatte es bereits schriftlich vom Oberbürgermeister, dass diese Umleitungsstrecke gebaut wird. "Bei der Einwohnerversammlung am Freitag war ich empört, als von der befestigten Umfahrung plötzlich keine Rede mehr war", ärgert er sich. Er behalte sich sogar vor, den Klageweg zu beschreiten, wenn das Feldstück am Friedhof nicht aufgeschottert wird. Unbefestigt sei der Weg nicht befahrbar. Völlig unpassend fand er den Termin der Bürgerversammlung am Freitagmorgen, 7.30 Uhr: "Was soll denn das? Die meisten Leute müssen zu dieser Zeit auf Arbeit. Das ist nicht bürgerfreundlich."

Werner Gläser, Seniorchef der gleichnamigen Tischlerei im Ort, baut in den kommenden Wochen auf die Nachbarschaftshilfe und den Zusammenhalt der Krumhermersdorf untereinander. Er sei froh, dass ein Nachbar die Durchfahrt durch sein Grundstück erlaubt hat: "Wir können uns nun mal keinen Hubschrauber zulegen. Aber es wird schon werden, wir haben ja für den Straßenbau sogar demonstriert."

Sein Sohn Thomas sieht dagegen noch viele Fragezeichen und verweist darauf, wie notwendig die geschotterte Umfahrung ist. Er hätte sich auch eine frühzeitigere Information gewünscht: "Ich bin aus dem Urlaub gekommen und sah überrascht die Sperrscheibe." Auch Frank Fritzsche, Inhaber eines Einkaufmarktes, hatte donnerstags die Information im Briefkasten, dass ab kommenden Dienstag die Straße gesperrt ist: "Das ist zu kurzfristig. Da lässt sich mit den Lieferanten nicht mehr viel klären", findet der Einzelhändler. Auch er ist skeptisch, weiß er doch, dass die Bürger per Auto einkaufen fahren wollen. Deshalb würde auch er sich eine Umleitungsstrecke wünschen, die bei Regenwetter hält.

 
erschienen am 27.07.2010 ( Von Gudrun Müller )
 
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