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Zur Bergung dieses Busses an der Waldkirchener Straße in Zschopau war ein Kran nötig.

Foto: Bernd MärzBild 1 / 3

Aus der Spur: Viel zerbeultes Blech bei Neuschnee und Nebel

Auf glatter Straße hat am Montagabend in Zschopau ein Bus ein Geländer durchbrochen. Die Bergung war schwierig, weil das Fahrzeug einen Hang hinabzustürzen drohte. Bei einem weiteren Lkw-Unfall hatte der Fahrer unheimliches Glück.

Von Mike Baldauf und Bernd März
erschienen am 02.03.2016

Zschopau. Ein nach Polen abziehendes Mittelmeertief hat am Montag und gestern mit einer Ladung Neuschnee auf den Straßen des Kreises viel Wirbel verursacht. Besonders auf der B 174 zwischen Marienberg und Reitzenhain sind am Montagabend die Brummis reihenweise stehen geblieben. Auf der Waldkirchener Straße in Zschopau drohte ein Bus einen Hang hinabzustürzen.

Das Fahrzeug auf der Linie 207 war kurz nach 20 Uhr vom Busbahnhof in Richtung Chemnitz abgefahren. Wenige Sekunden später brach das Gefährt in Höhe der Einmündung Am Gräbel nach rechts aus, überfuhr einen Bordstein und durchbrach ein Geländer. Der 60-jährige Busfahrer und die Fahrgäste blieben unverletzt. "Wir haben einen Ersatzbus geholt und die Reisenden mit 15-minütiger Verspätung nach Chemnitz gefahren", sagte gestern der Geschäftsführer der Regionalverkehr Erzgebirge (RVE), Roland Richter. Weil der Bus den Hang hinunter auf einen Getränkemarkt zu stürzen drohte, habe sich die Bergung schwierig gestaltet. Bis 3 Uhr morgens sollte es dauern, das Fahrzeug mit Hilfe eines Krans wieder auf die Straße zu bugsieren.

Der Schaden am Bus lässt sich laut Richter noch nicht genau beziffern. "Er liegt auf jeden Fall im fünfstelligen Bereich." Die Schätzung der Polizei geht von 17.000 Euro aus. Für das beschädigte Geländer komme die Haftplichtversicherung des Unternehmens auf.

Auf Gefahrensituationen wie die am Montag werden die Fahrer der RVE bei regelmäßigen Sicherheitstrainings auf dem Sachsenring vorbereitet, erklärt Geschäftsführer Richter. Eine 100-prozentige Garantie, dass dann nichts mehr passieren kann, gibt es trotzdem nicht. Das Verhalten des 60-jährigen Fahrers könne er noch nicht abschließend bewerten, sagte Roland Richter auf Nachfrage.

Fahrerhaus zusammengepresst

Ein weiterer schwerer Unfall ereignete sich gestern Nachmittag auf der B 174 bei Großolbersdorf. An der Ampelkreuzung Höhe Börnichener Länge übersah ein Lkw-Fahrer im dichten Nebel ein vor ihm haltendes Fahrzeug. Geistesgegenwärtig lenkte der Fahrer nach links und krachte mit der Beifahrerseite in das Heck des stehenden Lkw. Der Führerraum auf der Beifahrerseite wurde dabei regelrecht zusammengepresst. Der Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt. In Richtung Marienberg bildete sich ein kilometerlanger Stau.

Am Abend davor sah es auf der Transitstrecke ähnlich aus. An den Steigungen zwischen Marienberg und Reitzenhain scheiterten Lkw reihenweise. Die Polizei registrierte im Direktionsbereich ein um die Hälfte erhöhtes Unfallaufkommen. Am Montag wurden zwischen 0 Uhr und 24 Uhr 119 Unfälle mit zwölf Verletzten gemeldet.

312 Tonnen Tausalz verstreut

Von Montagmorgen bis gestern früh haben die fünf Straßenmeistereien im Kreis 312 Tonnen Tausalz auf die Verkehrswege gebracht. 55 Streu- und Schiebefahrzeuge waren im Einsatz. Wetterlagen wie zu Wochenbeginn blieben in dieser Wintersaison aber die Ausnahme. So sind die Lager der Meistereien weiter gut gefüllt. "Von 16.000 Tonnen zu Beginn der Saison haben wir noch 5600 eingelagert. Da können wir beruhigt auf den Frühling blicken", sagt Peter Ludwig, Referent Straßenwesen und Verkehr im Landratsamt.

Bis gestern Vormittag wurden im Landkreis keine Straßensperrungen gemeldet. Nur in Gornau habe es vereinzelt Schneeverwehungen gegeben. Gegen Mittag entspannte sich die Lage. Die Winterdienstler konnten dennoch keine Pause einlegen. Wegen des aus Thüringen hereinziehenden Regentiefs mit höheren Temperaturen bestand die Gefahr überfrierender Nässe. "Deshalb werden unsere Autos heute noch den ganzen Tag die Fahrbahnen salzen", so Ludwig gestern Mittag.

 
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