Hexe Chibraxa, Hans Spielmann (Mitte) und Narrateau bezauberten am Wochenende ihre Gäste Daniel Copland aus Dresden, Isa Marie Rohrlack (7) aus Auerbach/Erzgebirge, Sarah Copland aus Dresden, Mattis Schmidt aus Potsdam und Erik Kannegießer mit Schwester Kristina aus Schweden (Kinder von links).
Foto: Thomas Fritzsch
Buntes Volk verzaubert Burgbesucher
Historisches Fest in Scharfenstein zählt rund 1400 Gäste - Wechselhaftes Wetter kann Darsteller nicht abschrecken
Scharfenstein. Scharfenstein. Bereits zum dritten Mal ist Bernd Schuster mit seiner Familie aus dem vogtländischen Reichenbach ins Erzgebirge gereist, um beim Historischen Burgfest in Scharfenstein dabei zu sein. "Das Burgfest ist immer eine Reise wert", sagte er, und so sahen das wohl auch die rund 1400 Besucher, die an beiden Tagen kamen. Der amtierende Burgmanager Richard Großer zog am Sonntagabend eine positive Resonanz: "Am Sonnabend waren es etwas weniger Gäste, aber das haben wir am Sonntag durch das gute Wetter aufgeholt. Die Händler sind zufrieden, und wir sind es auch."
Zwei Tage war das Gelände der um 1250 errichteten Burg Schauplatz von Gauklern, Spielleuten und Handwerksvolk bevölkert. "Wir verstehen uns als Gaukler, Zauberer und Spielleute, die historische Musik machen: mittelalterliche Musik mit Straßen-, Handwerker- und Gesellenliedern", sagte Hans Spielmann aus Frankenberg. Das Besondere an diesem Burgfest sei, dass es kein mittelalterliches wie andernorts ist. Mit der Scharfensteiner Veranstaltung solle nicht nur das Mittelalterpublikum angesprochen werden, sondern auch Familien, Wanderer und Touristen. "Wir sehen das historische Bauwerk als eine Familienburg, die zu Familientreffen genutzt werden kann."
Das wechselhafte Wetter sah Hans Spielmann ganz gelassen: "Das Wetter sind wir mittlerweile gewohnt. Wir machen das hier schon seit 2003, haben aber kein Problem damit, dass es ab und zu regnet. Es gibt eine Bühne, die überdacht ist. Die Besucher haben Schirme mit und warten darauf, das wir spielen. So hat etwas Regen, wenn es nicht unheimlich schüttet, keinerlei Auswirkungen auf unser Programm."


