Fachlehrer Thomas Müller erläutert am Samstag im Berufsschulzentrum Hendrik Neubert die Arbeitsweise eines Dieselmotors.
Foto: Dirk Trautmann
Die Zahl der Auszubildenden sinkt weiter
Derzeit lernen am Berufsschulzentrum Zschopau 920 junge Leute
Zschopau. Zschopau. Um 800 ist die Zahl der Auszubildenden am Zschopauer Berufsschulzentrum für Technik, Wirtschaft und Hauswirtschaft seit 1998 zurückgegangen. Damals gehörte noch ein Standort in Marienberg dazu. "Die demografische Entwicklung hat auch bei uns voll zugeschlagen", sagte Leiterin des Zentrums, Gisela Schmiedl, beim Tag der offenen Tür am Samstag. "In diesem Jahr haben wir etwa noch 920 Auszubildende. Das liegt nicht an uns oder unserem Berufsprofil, sondern einfach daran, dass es weniger Jugendliche gibt", erläuterte sie. Die Talsohle sei noch nicht erreicht. "Aus den Prognosen wissen wir, dass es 2011 noch einmal 100 Jugendliche weniger werden. Dann stagniert die Zahl, bevor es eine leichte Aufwärtsbewegung gibt."
Das Berufsschulzentrum verfügt über zwei Standorte und eine Besonderheit: Seiffen ist der einzige Ort im Freistaat, in dem Holzspielzeugmacher und Drechsler ausgebildet werden. Viel Geld steckt der Landkreis als Träger der Einrichtung in die Ausstattung des Berufsschulzentrums. Denn der Metallbereich hat jetzt eine fünfachsige Dreh- und Fräsmaschine erhalten, und die zukünftigen Kfz-Mechatroniker können an einer Klimastation den Umgang mit Klimaanlagen erlernen. Die zukünftigen Auszubildenden und ihre Eltern konnten sich am Samstag über Lehrinhalte und die Bedingungen, aber auch über die Anmeldetermine und Voraussetzungen informieren. "Das ist ziemlich interessant, ich bin über die gute Ausstattung erstaunt", meinte Hendrik Neubert aus Marienberg, der im Kfz-Bereich von Ausbilder Thomas Müller einen modernen Dieselmotor erklärt bekam. "Ich interessiere mich für Technik und möchte nach der Fachoberschule ein Technikstudium angehen", so der 15-Jährige.


