Esel gibt es auch anders - als Plätzchen. Das süße Naschwerk hat Arlett Herrmann, die Frau des Eselhalters, gebacken. 
Esel gibt es auch anders - als Plätzchen. Das süße Naschwerk hat Arlett Herrmann, die Frau des Eselhalters, gebacken.

Foto: Th. Fritzsch

Esel-Gipfel bei Bürgermeister geplant

Um den Schwarzkopf kümmert sich jetzt auch Guntram Petzold

Wolkenstein/Schönbrunn. Mit der Lärmbelästigung durch Esel Little Buddy in Schönbrunn hat sich am Montagabend der Wolkensteiner Stadtrat ausführlich beschäftigt. Bürgermeister Guntram Petzold (parteilos) wartet derzeit noch auf eine Reaktion des Veterinäramtes des Landratsamtes. Dorthin hatte sich die Verwaltung gewandt, nachdem das Ordnungsamt im Juli ein Schreiben eines Schönbrunners erhalten habe, in dem er sich über die lauten Schreie des Esels beschwert.

Das Amt soll prüfen, ob das Tier artgerecht gehalten wird. "Wenn sich das Landratsamt gemeldet hat, setzen wir uns an einen Tisch", kündigte der Verwaltungsleiter an. An dem Gespräch sollen alle Beteiligten, unter anderem Hans-Jürgen Donner, Vorsitzender des Fördervereins des Ambrossgutes, auf dem der Esel untergebracht ist, und Matthias Espig, stellvertretender Vereinsvorsitzender, teilnehmen.

Zuvor hatte Petzold aus der Polizeiverordnung der Stadt zitiert. Dort steht unter Paragraf 4 geschrieben: "Tiere sind so zu halten und zu beaufsichtigen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht belästigt oder gefährdet werden." Der Verwaltungsleiter sagte aber auch: "Heute ist es der Esel, morgen der Hahn, der kräht, wir leben auf dem Land." Auch auf die in "Freie Presse" geäußerte Kritik Birgit Zeidlers, die sich gewünscht hatte, dass der Bürgermeister vor Ort das Gespräch mit Anwohnern sucht, antwortete Petzold, er sei an dem Tag, als Birgit Zeidler ihre Unterschriftenliste gegen den Esellärm im Rathauses abgegeben habe, den ganzen Tag im Haus zu sprechen gewesen. "Da hätte sie mit mir reden können. Aber sie ist nur ins Ordnungsamt gegangen." Der Bürgermeister will ihr jetzt jedoch einen Zwischenbescheid zukommen lassen. Für Aufsehen hatte der Verwaltungsleiter gesorgt, als er den Räten berichtete, dass der Esel krank sei und hohes Fieber habe. Das konnte Besitzer Jörg Herrmann gegenüber "Freie Presse" aber nicht bestätigen.

 
erschienen am 14.08.2012 ( Von Sandra Häfner )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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