Die Übung am Dekontaminationszelt sorgte unter den Besuchern des Floriansfestes für einiges Staunen.
Foto: Olaf Wirth
Floriansfest in Zschopau: Lengefelder zeigen Einsatz eines Dekontaminationszeltes
Nachwuchssorgen plagen die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr der Motorradstadt nicht
Zschopau. Als das Feuerwehrauto durch Zschopau fuhr, bestand keinerlei Grund zur Beunruhigung. Die Freiwillige Feuerwehr der Motorradstadt hatte am Sonnabend lediglich zu ihrem traditionellen Floriansfest geladen. Und viele Besucher nutzten diese Gelegenheit. "Ich bin glücklich, dass das Wetter mitgespielt hat und sich so viele Leute für unsere Arbeit interessierten", resümierte ein sichtlich zufriedener Mike Hildebrandt. Gemeinsam mit seinen etwa 80 Kameraden hatte der Wehrleiter zum 15. Mal dieses Fest organisiert. "Neben der Weihnachtsbaumverbrennung und dem Hexenfeuer ist das Floriansfest der dritte Höhepunkt, uns der Bevölkerung zu präsentieren", so Hildebrandt.
Bei den Kleinsten erfreuten sich die Bastelstraße, die Tombola, die Hüpfburg und die Mitfahrgelegenheiten im Feuerwehrauto großer Beliebtheit. Etwas Geduld mussten die Besucher aufbringen, um mit der Drehleiter rund 30 Meter in die Höhe gebracht zu werden. Doch das Warten lohnte sich: Aus luftiger Höhe konnten Groß und Klein den Blick auf Zschopau genießen.
Für einiges Staunen sorgten auch die Floriansjünger aus Lengefeld, die sich die Zschopauer eingeladen hatten. Denn die Lengefelder demonstrierten dem Publikum den Einsatz eines sogenannten Dekontaminationszeltes. In ihm können im Ernstfall gefährliche Verunreinigungen (Kontaminationen) von Personen, Objekten oder ungeschützten Flächen entfernt werden. Seien die Schadstoffe nun radioaktiver, biologischer oder chemischer Natur.
Während des Festes nutzte Zschopaus Wehrleiter Mike Hildebrandt auch die Gelegenheit, kurz eine kleine Bilanz zu ziehen. So seien seine Kameraden 2012 bisher 20 mal ausgerückt. Nachwuchssorgen, wie sie zahlreichen Feuerwehren der Region beklagen, gäbe es in Zschopau derzeit nicht. Hildebrandt: "Wir sind etwa 80 Kameraden. Mit der Gründung der Kinderfeuerwehr im November 2010 ist unsere Nachwuchsarbeit konstanter geworden." Allein in diesem Jahr seien wieder zwei neue Kameraden in die Wehr aufgenommen worden. Und auch zum diesjährigen Floriansfest hätten einige Interessierte die Modalitäten für den Eintritt in die Wehr nachgefragt.

