Für Spielplatzbau fehlen Fördermittel
Grünhainichen beschließt Haushalt für 2012
Grünhainichen. Der Vermögenshaushalt 2012 der Gemeinde Grünhainichen umfasst 1,59 Millionen Euro. "So umfangreich war er in Grünhainichen noch nie", bemerkte Kämmerer Hans Grimmer, bevor der Gemeinderat dem Haushaltplan einstimmig seine Zustimmung erteilte. "Wir sind jetzt ja auch eine größere Gemeinde geworden", versucht Bürgermeister Klaus Höppe (CDU) zu relativieren.
Das wohl wichtigste Vorhaben ist der Bau eines Feuerwehrgerätehauses für die Waldkirchener Wehr. Das Investitionsvolumen beträgt 470.000 Euro, dafür bekommt die Gemeinde Fördermittel in Höhe von 220.000 Euro. Seit 1969 befindet sich das Gerätehaus der Wehr am Ortsrand direkt am Oberen Gasthof. Der bauliche Zustand ist marode, die Ausfahrt auf die Hauptstraße entspricht nicht mehr den Sicherheitsstandards. Das neue Domizil soll in der Ortsmitte entstehen.
Instand gesetzt werden soll die Marbacher Straße - die frühere Gerichtsstraße -, die als Kreisstraße abgewidmet und der Kommune übertragen wurde. Für das Vorhaben, das fast eine halbe Millionen kosten wird, gibt es nicht nur Fördermittel. Die Gemeinde hatte erkämpft, dass der Landkreis für den maroden Straßenzustand bei Abstufung einen Ausgleich leistet. Gleichzeitig wird die Kommune beim Ausbau der S 235 in Unterwaldkirchen die Gehwege in Ordnung bringen. Auch für diese Begleitarbeiten des Straßenbaus im Zschopenthal gibt es für die Gemeinde Fördermittel, der Eigenanteil beläuft sich auf 20.000 Euro.
Jeweils 5000 Euro sollen in die Erweiterung des Dorfplatzes an der Spieldose und in den Spielplatzbau fließen. Grimmer und Höppe bedauerten, dass für den vorgesehenen Spielplatzbau keine Fördermittel fließen. So könne überwiegend aus Spenden dort nur die BMX-Strecke entstehen. Seit 2009 existiert der Wunsch nach einem Platz für Kinder.
Ebenso stehen für den weiteren Ausbau der Grundschule in Waldkirchen und für die Rathaussanierung in Grünhainichen keine Fördermittel in Aussicht. So sind die Arbeiten im Inneren des Schulgebäudes bis 2015 vorerst nur mit Mitteln der investiven Schlüsselzuweisungen möglich, die sich pro Jahr zwischen 13.000 und 23.000 Euro bewegen. Im Rathausgebäude wird das Dach saniert. Das sei der "reinste Flickenteppich". Dafür können noch Fördermittel in Höhe von 32.000 Euro abgefasst werden. Die Erneuerung der Fassade und der Fenster im Rathaus muss mangels Förderung verschoben werden.
Um Platz zu schaffen für den Bau eines Altenheimes der Diakonie im Ortszentrum wird die obere Schule abgerissen. Dafür stehen im Investitionsprogramm Fördermittel in Höhe von 133.000 Euro und Eigenmittel von 44.000 Euro. Die Gemeinde schafft zudem für 24.000 Euro ein neues Wassereinigungsgerät an. "Das sichert die Wasserqualität im Freibad", erklärte Grimmer. Die alte Technik sei verschlissen, und ein solches Gerät zu mieten, würde noch mehr Geld kosten.


