Gemeindeauto bringt Viertklässler in die Schule
Aufgrund einer Straßensperrung würde die Busfahrt für die Hopfgartener Grundschüler 47 Minuten dauern
Grossolbersdorf/Hopfgarten. Grossolbersdorf/Hopfgarten. Nicht mit dem Bus, sondern einem Gemeindeauto fahren in dieser Woche zwei Grundschüler aus Hopfgarten morgens in die Bildungsstätte nach Großolbersdorf. Den Rückweg übernimmt eine Mutter.
Weil die Straße von Scharfenstein nach Großolbersdorf wegen des Straßenbaus voll gesperrt ist, hätten die beiden Viertklässler eigentlich dem Umleitungsfahrplan folgen müssen. Dieser wurde von der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH erarbeitet. Die Umleitung führt den Schulbus jedoch von Hopfgarten über Zschopau nach Großolbersdorf und dauert laut Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS), dem Aufgabenträger für die Schülerbeförderung im Erzgebirgskreis, 47 Minuten.
Die Beförderung der zwei Zehnjährigen mit einem Taxi sei laut Gemeinderat und Lehrer Thomas Uhlig (SPD) abgelehnt worden. Ihn ärgert, dass den Schülern ein derart langer Schulweg zugemutet werden sollte. "Das geht überhaupt nicht. So kann man mit Kindern in diesem Alter nicht umgehen", schimpfte der Kreisrat in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dort wurde dem Problem auch schnell abgeholfen. Gemeinderat Uwe Günther (Gewerbeverein) schlug "eine pragmatische Lösung mit dem Gemeindeauto" vor.
Deren Umsetzung bestätigte Schulleiterin Kornelia Beyrich: "Für diese Woche gibt es eine Lösung. Morgens werden die Kinder mit einem Auto der Gemeinde aus Hopfgarten gebracht, nachmittags holt eine Mutter die Schüler ab." Doch nach den Osterferien in der kommenden Woche strebt die Leiterin für die verbleibenden zwei Wochen Vollsperrung bis Ende April eine andere Lösung an: "Ich möchte, dass ein Taxi die Kinder in die Schule bringt und eine Behörde die Kosten übernimmt." Schließlich handele es sich lediglich um eine überschaubare Zeit. Die Umleitungsstrecke über Zschopau sei nicht kindgemäß. "Das kann ich nicht unterstützen", steht für die Lehrerin fest.

