So soll der Gasthof mit dem Depot nach dem Umbau aussehen. So soll der Gasthof mit dem Depot nach dem Umbau aussehen.

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Grießbacher Feuerwehrleute erhalten im Gasthof mehr Platz

Depotgebäude bekommt im nächsten Jahr einen Anbau

Grießbach. Eine zweite Garage, eine größere Umkleidekabine mit Trockenplatz für die Kleidung nach dem Einsatz, ein zusätzlicher Raum für die Jugendfeuerwehr - wenn das Depot der Freiwilligen Feuerwehr Grießbach im kommenden Jahr fertig gestellt ist, dann haben sowohl die Aktiven als auch der Nachwuchs mehr Platz. Zugleich erhöht sich die Sicherheit für die Brandbekämpfer, sagt Wehrleiter Uwe Müssig. Für die Bauarbeiten stehen annähernd 300.000 Euro bereit - eine Hälfte sind Fördermittel, die andere steuert die Gemeinde bei.

Derzeit sind die Einsatzfahrzeuge hintereinander in einer engen Garage geparkt. Beim Ausfahren müssen die Seitenspiegel eingeklappt und ein Kamerad zum Aufpassen abgestellt werden, berichtet Müssig über die Schwierigkeiten. Schon vor Jahren hatte das die Unfallkasse Sachsen bemängelt. Auch in der engen Umkleidekabine herrsche Gedrängel vor einem Einsatz.

"Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, können wir schneller ausrücken", sagt Müssig. Eine zweite Garage ermöglicht es dann, die Fahrzeuge wie vorgeschrieben nebeneinander abzustellen. Diese wird im Gasthof neben der schon bestehenden eingebaut, womit das Gebäude einen Anbau erhält.

Die Veränderung an dem um 1900 an der Ortsdurchfahrt errichteten Gebäude gefällt indes nicht allen Grießbachern. Die Mehrheit der Wehrmitglieder hatte sich in einer Beratung gegen die Anbau-Variante ausgesprochen. Stattdessen wurde befürwortet, alle Räume komplett im Inneren unterzubringen. Somit könnte die Fassade des Gasthofes erhalten werden, und es müsste lediglich ein zusätzliches Tor eingebaut werden, heißt es in einer Stellungnahme der Feuerwehr.

Mit beiden Varianten hat sich inzwischen der Drebacher Gemeinderat beschäftigt, das Für und Wider abgewogen und versucht, dem Wunsch der Grießbacher Wehr zu entsprechen. Eine Mehrheit sprach sich für die Innenbau-Variante aus - unter der Voraussetzung, dass die geschätzten Mehrkosten von etwa 100.000 Euro gefördert werden.

Doch in dem schon genehmigten Förderantrag für die Anbau-Variante liegt der Knackpunkt. "Der Fördermittelantrag ist beschieden und liegt jetzt im Landratsamt, da ist keine Änderung mehr möglich. Wir müssen nach diesen Unterlagen bauen", macht Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU) deutlich. Änderungen seien nur bei zwingenden Notwendigkeiten möglich, "wenn beispielsweise der Baukörper den Anbau nicht zugelassen hätte".

Eine andere Möglichkeit hätte es zwar auch gegeben. Aber die kam weder für die Wehr noch für den Gemeinderat infrage - den Fördermittelantrag zurückzuziehen. "Dann wäre unklar gewesen, ob und wann wir wieder an finanzielle Unterstützung herankommen", begründet Haustein. Zumal die bei 50 Prozent liegende Förderquote bei künftigen Vorhaben um 15 Prozent schrumpfen soll. "Die Baupreise werden auch nicht besser", fügt Müssig hinzu.

In der Gemeinde wird inzwischen eine Ausschreibung vorbereitet. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Für die Bauzeit wird das Löschfahrzeug im Bauhof untergestellt, und die Kameraden nehmen ihre Einsatzbekleidung mit nach Hause. Auf diese Weise soll die Wehr während des Umbaues einsatzbereit bleiben.

Neue Räume benötigt dann auch die bislang im Gasthof praktizierende Medizinerin. Ihre Zimmer werden für die Feuerwehr benötigt. "Wir haben mit der Ärztin gesprochen. Es gibt im Ort genügend Alternativen für ihre Praxis", sagte Bürgermeister Haustein. Infrage käme etwa das nur wenige Meter vom Gasthof entfernte Bürgerhaus.

 
erschienen am 03.08.2012 ( Von Sandra Häfner )
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