Jahreskarte für Krumhermersdorfer Bad bleibt
Zschopauer Stadtrat hat Eintrittspreise für die kommende Saison festgelegt
Zschopau. Entgegen dem Vorschlag aus dem Rathaus hat sich der Zschopauer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung darauf verständigt, in der kommenden Saison erneut Jahreskarten für das Krumhermersdorfer Freibad zu verkaufen. Wie in anderen Kommunen auch habe die Stadt die Jahrestickets abschaffen wollen, um mit dem Verkauf von Zehnerkarten mehr Einnahmen zu erzielen, begründete zuvor Kerstin Buschmann, Leiterin des Bau-, Sozial- und Kulturamtes, die Auffassung der Verwaltung. "Jahreskarten sind unwirtschaftlich", machte sie deutlich.
Der Linke-Fraktionsvorsitzende Jürgen Hetzner beklagte indes, dass darunter insbesondere Zschopauer Rentner leiden würden, die regelmäßig das Krumhermersdorfer Freibad besuchen und sich nun nach einer anderen Gelegenheit umsehen würden. "Wenn es woanders keine Jahreskarten mehr gibt, dann besteht auch nicht die Gefahr des Abwanderns", entgegnete CDU-Fraktionschefin Heide Uhlig.
Otmar Müller (CDU) schlug vor, über die Jahreskarten abstimmen zu lassen. Der daraufhin von Hetzner eingebrachte Änderungsantrag erhielt bis auf Enthaltungen aus den Reihen der CDU von allen Seiten Zustimmung.
Renate Pöschmann (Linke) hatte außerdem angeregt, Mädchen und Jungen bis zu sechs Jahren freien Eintritt ins Freibad zu gewähren. Mit diesem Schritt könne die Stadt einmal ihre Kinderfreundlichkeit demonstrieren, begründete sie. Derzeit ist der Eintritt für Kinder unter zwei Jahren frei.
Auf die Kritik von Stadträten machte Oberbürgermeister Klaus Baumann (CDU) deutlich, dass in den Eintrittspreisen - drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro ermäßigt - "eigentlich schon viel Soziales reinformuliert" sei. Für einer weitere Verbesserung sorgte der Stadtrat, indem er mit acht Dafür- und fünf Gegenstimmen den Antrag von Otmar Müller befürwortete, dass Zehnerkarten nicht wie von der Verwaltung vorgeschlagen, nur für die jeweilige Saison, sondern ab Kauf für zwölf Monate gelten.


