Die Zschopauerin Kristin Seifert möchte eine Spendenaktion für die Erdbebenopfer in Haiti ins Leben rufen.
Foto: Jan Görner
Krankenschwester will für Haiti sammeln
24-Jährige mit Idealen bittet Stadtrat um Unterstützung
Zschopau. Zschopau. Eine Spendenaktion für die Opfer des Erdbebens in Haiti will Kristin Seifert auf die Beine stellen. Die Zschopauerin ist jung und hat Ideale. Mit der Bitte um Unterstützung sprach sie zuletzt vor dem Zschopauer Stadtrat über ihre Pläne.
Der 24-jährigen Krankenschwester schwebt ein Spendentag auf dem Zschopauer Marktplatz vor - mit Imbissständen, Getränke- und Losbunden sowie Kulturprogramm. Beteiligen sollten sich in ihren Augen Vereine wie der Schnitz- oder Schützenverein, das City-Ballett und der Förderverein von Schloss Wildeck. Auch eine Band hat die junge Frau schon im Blick. "Sämtliche Einnahmen an diesem Tag sollen den Opfern der Erdbebenkatastrophe zu Gute kommen", wünscht sich die Zschopauerin, die anschließend ihren Jahresurlaub nehmen möchte, um die Gelder selbst am Ort des Geschehens zu übergeben. "Damit könnte die Stadt wieder einmal positiv von sich reden machen", ist die junge Frau überzeugt.
Weniger überzeugt zeigten sich die Stadträte, dass ein Vorhaben in dieser Dimension zu stemmen ist. Heide Uhlig (CDU) mochte die Aktion zwar nicht in Abrede stellen, fragte aber, wer das Ganze in die Hand nehmen sollte. "Das Grundkonzept ist nicht schlecht. Ich weiß aber nicht, ob das eine Person allein organisieren kann", sagte Jürgen Hetzner (Linke) und empfahl wie andere die Spendenaktion in den Vereinstag "Zschopau on Tour" am 1. Mai zu integrieren. Ulrich Thumser (CDU): "Das ist effektiver. Die Leute sind dann schon da." Für Donnerstag hat Kristin Seifert einen Termin beim Oberbürgermeister. Seifert: "Ich denke, junge Leute in Zschopau können eine ganze Menge erreichen."


