So wie auf dieser Fotomontage könnte der Kreisverkehr an der Waldkirchener Straße einmal aussehen. Der Baubeginn ist noch offen.
Foto: Fabian Mattern
Kreisverkehr-Projekt bleibt doch nicht in der Schublade
Rondell ist Bestandteil des Bauvorhabens auf der Waldkirchener Straße in Zschopau
Zschopau. Fünf Jahre nachdem das Straßenbauamt einen Entwurf für den grundlegenden Ausbau der Waldkirchener Straße in Zschopau vorstellte, sollen die Arbeiten nun im September beginnen. Eine erste Beratung mit allen Beteiligten hat dazu in dieser Woche in der Motorradstadt stattgefunden.
Die bislang umstrittene Kreisverkehrslösung am Abzweig Waldkirchen soll nun doch nicht von dem Projekt abgekoppelt werden. Die Grundstücksfragen sind inzwischen geklärt, der Kreisverkehr Bestandteil des zweiten Bauabschnitts, erklärte am Freitag Bernhard Wiedmaier, Referatsleiter im neu gebildeten Landesamt für Straßenbau und Verkehr, auf Anfrage der "Freien Presse". Demnach soll das im Durchmesser 35 Meter große Rondell auf der im kommunalen Eigentum befindlichen Wiese südöstlich der derzeitigen Einmündung Platz finden. Ein Baubeginn für diesen Abschnitt stehe indes noch nicht fest.
Zunächst werde der erste Abschnitt von der Rudolf-Breitscheid-Straße bis zum Waldkirchener Weg ausgeschrieben. Bis Spätsommer 2013 rechnet der Referatsleiter mit dem Abschluss der Arbeiten.
Der Ausbau der 600 Meter langen Strecke wird aus dem Landeshaushalt finanziert. Wiedmaier spricht von etwa 1,5 Millionen Euro. Die in Chemnitz erarbeitete Entwurfsplanung sieht vor, den maroden Verkehrsweg durchgängig mit einer 6,50 Meter breiten Fahrbahn und beidseitig mit Fußwegen auszustatten. Zudem ist im Kreuzungsbereich Breitscheid-/Waldkirchener Straße eine Ampelanlage geplant, um die Sicherheit unter anderem für Fußgänger zu erhöhen. Eine Linksabbiegerspur soll ein leichteres Abbiegen Richtung Krumhermersdorf ermöglichen. Wiedmaier bestätigt zugleich die Notwendigkeit der unter Naturschützern umstrittenen Fällung der alten Buche an der Waldkirchener Straße 17. Der Bau des Gehweges mache dies notwendig, insofern sei auch die Stadt selbst für Ersatzpflanzungen zuständig.
An der jüngsten Beratung nahmen Oberbürgermeister Klaus Baumann (CDU) zufolge Vertreter von Gas-, Energie-, Telefon- und Trinkwasser-Unternehmen teil. Auch der Abwasserzweckverband Zschopau/Gornau sitzt mit im Boot und will den Kanal entlang der Strecke erneuern. "Allerdings müssen wir im Verband noch sehen, wo wir das Geld dafür herbekommen", fügt Baumann hinzu. Die Mittel seien im aktuellen Verbandshaushalt derzeit nicht berücksichtigt. Die Finanzierung und Ausschreibung der Straßenbeleuchtung obliegt der Stadt.
Eine Überschneidung mit der ebenfalls geplanten Erneuerung der Straße in Unterwaldkirchen ist laut Wiedmaier nicht zu befürchten. Die Umleitung werde noch abgestimmt.


