Eine Szene aus dem Musical "Saitenverkehrt" von der Premiere im September 2010 im Gelenauer Volkshaus.
Foto: Dirk Trautmann/Archiv
Musical "Saitenverkehrt" der Gelenauer Freien Schule soll in Leipzig aufgeführt werden
Elf Mal ist das Erfolgsstück der Freien Schule Gelenau bereits gezeigt worden. Die Musikalische Komödie der Messestadt erwägt für das Jahr 2014 eine eigene Inszenierung.
Gelenau. "Saitenverkehrt", das Musical der Gelenauer Freien Schule "Erzgebirgsblick" aus der Feder ihres Musiklehrers Hendrik Seibt, ist eine einzige Erfolgsstory. Bereits elf Mal wurde es in überwiegend ausverkauften Sälen aufgeführt, zwei Preise hat das Stück erhalten. Auf Initiative einer Leipziger Stadträtin wird nun in der Musikalischen Komödie Leipzig darüber nachgedacht, das Stück anlässlich des 25. Jahrestages der friedlichen Revolution 2014 in der Messestadt neu zu inszenieren. Die Rollen der Schüler könnten Jugendliche des Robert-Schumann-Gymnasiums übernehmen.
"Das passt doch zur Feier 2014 hervorragend", dachte die Leipzigerin Sabine Heymann, als sie das Stück zufällig sah. "Die Premiere im Mai wäre ein guter Auftakt für die Veranstaltungen." Von Ausschnitten des Musicals auf einer DVD zeigte sich auch Torsten Rose, künstlerischer Produktionsleiter der Musikalischen Komödie, begeistert. Zusammen wollen sie sich die Aufführung am Sonntag, 17 Uhr im Thumer Volkshaus anschauen. "Ich bin gespannt auf die Live-Darbietungen und den Anklang, den das Stück beim Publikum findet", beschreibt Torsten Rose seine Erwartungen.
Eine Entscheidung, ob das Musical als Neuinszenierung Aufnahme in den Spielplan der Komödie findet, soll am 22. Juni fallen. Wenn das passiert, gilt es geeignete Darsteller und Sponsoren für die Bühnenbildgestaltung zu finden. Der Gelenauer Musical-Schöpfer Hendrik Seibt hat jedenfalls schon seine Zustimmung zur Zusammenarbeit mit den Leipziger Profis signalisiert: "Das wäre natürlich eine tolle Sache. Die Schüler sind begeistert über das Interesse, würden am liebsten selbst in Leipzig spielen. Aber das ist leider wirklich nicht machbar."
Elf Mal ist "Saitenverkehrt" seit der Premiere im September 2010 aufgeführt worden. Bis auf den Auftritt im kleinen Saal der Stadthalle Chemnitz waren alle Veranstaltungen ausverkauft. Und das Musical wurde sogar zweimal ausgezeichnet: mit einem Preis des Landesverbandes Soziokultur und des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales sowie mit dem Sonderpreis der "Freien Presse" beim Bürgerpreis Erzgebirge 2011. Noch zwei weitere Aufführungen soll es geben: am 15.September in Olbernhau und am 21. November im Gelenauer Volkshaus, dem Ort der Premiere. Dann ist Schluss. Denn: "Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören", findet Hendrik Seibt.
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