Es geht voran: Sören Päßler von der Firma Fritzsche aus Hohndorf bringt Mineralwolle-Dämmplatten an die Fassade der Turnhalle an.
Foto: Thomas Fritzsch
Schule und Vereine warten auf Bauende
In knapp zwei Monaten soll die Turnhalle fertig saniert und umgebaut sein.
Großolbersdorf. Großolbersdorf. Seit über einem Jahr wird an der Turnhalle in Großolbersdorf gebaut. Nachdem zunächst das neue Funktionsgebäude mit Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten entstanden ist, liegt nun auch die Arbeit an der Turnhalle in den letzten Zügen.
Einer der Hauptnutzer wird der FSV 95 Scharfenstein/Großolbersdorf sein. "Wir haben mehrmals in der Woche Hallenzeiten für unsere Mannschaften", erklärt der Vorsitzende Volkmar Andermann. Schon jetzt hätten sich mit dem neuen Funktionsgebäude die Trainingsbedingungen wesentlich verbessert. "Die Umkleideräume, Duschen und Toiletten waren in einem schlechten Zustand, die mit den jetzigen nicht mehr vergleichbar sind", freut sich Andermann. Vor allem mit den Kindern nutzte der Verein sonst auch während der Sommermonate die Turnhalle, daher hofft er auf eine baldige Fertigstellung. "Die sportlichen Bedingungen werden sich absolut verbessern", ist sich der Vorsitzende sicher. Zudem werde der Verein nach der Fertigstellung Futsal weiter vorantreiben. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form des Hallenfußballs nach den Regeln des Weltfußballverbandes Fifa.
Für die Grundschule in Großolbersdorf wird das Bauende eine Erleichterung sein. "Bei schönem Wetter halten wir den Sportunterricht auf dem Sportplatz ab, ansonsten fahren wir mit den Linienbus nach Hohndorf", berichtet Schulleiterin Kornelia Beirich. Sobald die Halle aber fertig ist, bekommen die Grundschüler dort wieder Sportunterricht, "an dem sie bestimmt auch sehr motiviert teilnehmen", hofft Beirich.
Zur Zeit wird laut von Bauamtsleiter Thomas Schreiter das Blechdach auf der Turnhalle angebracht. "Damit sind wir schon mehr als zur Hälfte durch", erklärt Schreiter auf Anfrage. Auch der Vollwärmeschutz mit der Außendämmung werde derzeit montiert. Zudem befinden sich Heizungsbauer, Zimmerer und Fliesenleger auf der Baustelle. "Was jetzt noch fehlt, ist der Trockenbau, die Brandschutzverkleidung, der Fußbodenaufbau, Prallschutz und die Innentüren", fasst Schreiter die nächsten Schritte zusammen.
Die Aufträge für diese Arbeiten sind schon vergeben. Außer beim Schwingfußboden griff die Gemeinde wieder auf einheimische Firmen zurück. So erhielt eine Firma aus dem Ortsteil Hohndorf den Zuschlag für den Trockenbau, und eine Tischlerei aus Wolkenstein kümmert sich um die Innentüren, die zum Teil einen Prallschutz erhalten sollen. Für die komplizierte Fußbodenkonstruktion gebe es allerdings keine adäquaten Anbieter in der Nähe.
Ganz unproblematisch verliefen die Bauarbeiten bisher aber nicht. "Wir mussten die Dachschalung erneuern, da sich herausstellte, dass sie mit einer Höhe von 22 Zentimetern zu klein ist", sagt Schreiter. Außerdem seien ein paar Sparren gebrochen gewesen, die somit ersetzt werden mussten. Auch mit Schimmel und Hausschwamm hatten die Handwerker zu kämpfen. "Das alles führte zu Verzögerungen und Mehrkosten, die sich aber im Rahmen halten", legt der Bauamtsleiter dar.
Noch immer wird als Fertigstellungsziel das Heimatfest Mitte August genannt. "Auch wenn bis dahin nicht alles perfekt sein wird, werden wir die Halle auf jeden Fall nutzen", verspricht Thomas Schreiter.


