Schwimmhalle: Bald rollen die Bagger an
Neben dem Förderbescheid der SAB liegt jetzt auch die Baugenehmigung vor - In der kommenden Woche wird das Gelände abgesteckt
Zschopau. Zschopau. Bereits in der kommenden Woche sollen das Gelände des künftigen Lehrschwimmbeckens im August-Bebel-Gebiet abgesteckt und die ersten beschränkten Ausschreibungen verschickt werden, kündigt Kerstin Rümmler, Geschäftsführerin der Grundstücks- und Gebäudewirtschafts GmbH Zschopau (GGZ), an. Wenn die Firmen, die das wirtschaftlichste Angebot abgeben, gleich starten können, rollen Ende August, spätestens Anfang September, die ersten Bagger und Maschinen an. Nachdem Anfang Juli der Fördermittelbescheid der Sächsischen Aufbaubank für das Lehrschwimmbecken eingetroffen ist, liegt bei der WBZ Wohnbaugesellschaft Zschopau mbH mittlerweile auch die Baugenehmigung vom Landratsamt vor. Die WBZ ist die Besitzgesellschaft für die Immobilien der GGZ.
Alle Planungen gehen davon aus, dass Wasserratten bereits Ende des kommenden Jahres im Becken schwimmen können. Bis dahin sollen reichlich 3,39 Millionen Euro investiert sein, drei Viertel der Summe sind Fördermittel. Dabei stehen die Bauherren vor der Herausforderung, eigentlich 75 Prozent der Fördersumme noch in diesem Jahr zu verbauen, betont Kerstin Rümmler. Das sei technologisch aber nicht machbar, trotzdem müsse auf Tempo gedrückt werden. Als erster Schritt müsste laut Rümmler eine mitten durch das Grundstück Launer Ring 9 bis 23 verlaufende Leitung der Fernwärmeversorgung verlegt werden.
Das Becken wird in erster Linie für den Schulsport errichtet, denn Erlebnisbäder würden nicht mehr bezuschusst, betont die GGZ-Geschäftsführerin. Zugleich stehe das Bad vor sowie nach dem Schwimmunterricht selbstverständlich für Zschopauer und Bürger aus dem Umland offen. Auch für Wettkämpfe sei die Anlage geeignet. Das Becken wird 10 mal 25 Meter groß, der Nichtschwimmerbereich 6 mal 10 Meter. Eine Treppe, die ins Wasser führt, soll das kleine Becken für therapeutische Zwecke noch besser nutzbar machen. Beide Becken werden aus Edelstahl errichtet. "Dies ist zwar vorerst preisintensiver, jedoch weniger wartungsaufwändig und verkürzt die Bauzeit erheblich", erläutert Kerstin Rümmler. Mit einer Salzanlage soll den hygienischen Vorschriften bei der Wasseraufbereitung entsprochen werden. Das sei für hautempfindliche Badegäste vorteilhafter als eine Chloranlage und zugleich raumsparender.
Energietechnisch werde die Schwimmhalle eine Außenstelle des Heizhauses der GGZ. Die vom Blockheizkraftwerk erzeugte überschüssige Elektroenergie soll nicht mehr ins Netz des Energieversorgers fließen, sondern kostengünstig für den Betrieb der Schwimmhalle verwendet werden. Zudem wird auf dem Dach eine Fotovoltaik-Anlage installiert, die die Halle mit Sonnenstrom versorgt. Auf dem anderen Dachteil wird eine solarthermische Warmwasseraufbereitungsanlage installiert.
Kerstin Rümmler hebt hervor, dass Größe und Zustand des alten Stadtbades nicht mehr zeitgemäß waren. Mit dem gut erreichbaren Lehrschwimmbecken, um das die GGZ lange gekämpft hat, würde nicht nur das Bebel-Wohngebiet, sondern die ganze Stadt Zschopau aufgewertet.


