Abschlussbild der Pyroshow in Kühnhaide: Sie wurde in diesem Jahr zum Thema Filmmusiken gestaltet.Foto: Kristian Hahn
Spektakel aus Feuer und Licht
Mit einer heißen Pyroshow beginnt bei der Firma Voigt Pyrotechnik alljährlich der Countdown bis zum Silvesterfeuerwerk
Kühnhaide. Kühnhaide. Geht es um die Knallerei und das Feuerwerk in der Silvester- und Neujahrsnacht, nehmen Schaulustige und Kunden auch den tiefsten Winter in Kauf. Zur Pyroshow am Dienstagabend in Kühnhaide kamen etwa 1500 Besucher. Bei minus 16 Grad erlebten sie ein zwölf Minuten dauerndes Spektakel, das Firmeninhaber Andreas Voigt und seine Mitarbeiter in diesem Jahr zum Thema Filmmusiken gestaltet haben. So erklang zum Beispiel beim Abschlussbild der Titel "I need a hero" aus dem amerikanischen Film "Shrek".
Im Angebot für den Silvesterhöhepunkt hat Andreas Voigt einen besonderen neuen Knaller. "Die neuen Feuerwerksbatterien geben mehr Schüsse ab und zeigen größere Effekte", erläutert er. Als Treibladung dienen jetzt 500 bis 600 Gramm Schwarzpulver, statt der bisher erlaubten 200 Gramm. Die Feuerwerksraketen erreichen eine Steighöhe um die 60 Meter. Der Verkaufspreis richtet sich danach, welche Veranstaltung oder künstlerische Gestaltung gewählt wird. Trotz der zu erwartenden Effekte hebt der Pyrotechniker den Zeigefinger und mahnt den richtigen Umgang an: "Wichtig ist, dass die Batterie richtig herum aufgestellt wird und keiner seinen Körper darüberbeugt."
Die so genannte Blackboxx, ein spezielles Abschusssystem, konnte Andreas Voigt 2010 nicht wie geplant für die Normalverbraucher auf den Markt bringen. "Die Zulassung dafür zieht sich hin", nennt er den Grund. Bei der Blackboxx handelt es sich um eine Abschusseinheit, die wiederverwendbar ist und bei der kein Müll entsteht. Sie kann wieder mit Feuerwerk bestückt werden wie ein Bierkasten mit Flaschen.
"Eine solche Show habe ich zum ersten Mal erlebt", ist Rainer Zimmermann aus Olbernhau begeistert. "Die Kombination von Feuerwerk und Musik war fantastisch gemacht." Die Meinung teilt Frank Schubert aus Marienberg: "Mit Bratwurst und Glühwein lässt sich selbst der knackige Frost gut ertragen." Antje Schwarz aus Zöblitz will 2011 wiederkommen: "Für mich war es eine Überraschung und ich bin nicht enttäuscht worden."


