Stadtverwaltung und Wochenmarkthändler einigen sich
Vor 15 Uhr darf niemand mehr seinen Stand abbauen - Doch keine Kaution: Ordnungsamt will vorerst auf Druckmittel verzichten
Zschopau. Zschopau. Stadtverwaltung und Händler des Zschopauer Wochenmarktes haben sich auf eine Mindestmarktdauer bis 15 Uhr verständigt. Abgesehen von besonderen Umständen wie Unwetter darf niemand mehr seinen Stand vorher abbauen.
Allerdings will das Ordnungsamt vorerst auf Druckmittel verzichten. Leiter Wilfried Leibling zufolge werde die Verwaltung erst dann über eine Kaution oder ein Bußgeld nachdenken, wenn sich Händler nicht an die getroffene Vereinbarung halten. In der zuletzt 2006 überarbeiteten Marktsatzung ist lediglich von einer Marktdauer "von 8 bis maximal 18 Uhr" die Rede. Damit wollte das Rathaus den Markttreibenden ursprünglich Spielraum einräumen, früher zu gehen, falls Kundschaft ausbleibt und sich das Geschäft für sie nicht mehr lohnt. Doch inzwischen streichen die ersten Standbetreiber schon nach dem Mittag die Segel.
Keine Lücken
Ebenso möchte das Zschopauer Ordnungsamt künftig große Lücken auf dem Markt vermeiden, die daraus resultieren, dass Händler morgens nicht anreisen. "Ab 8 Uhr wird so aufgebaut, wie die Leute da sind. Wer später kommt, hat kein Recht auf seinen angestammten Platz und muss sich hinten anstellen", erklärt Leibling. Sein Argument: Ist der Markt kleiner, freuen sich am Nachmittag die Kraftfahrer, die einen freien Parkplatz im Zentrum suchen.
Verkehr einschränken
Auf der anderen Seite möchte das Rathaus auch Forderungen von Händlern nachkommen und zur Marktzeit den Autoverkehr am Neumarkt in Richtung Ludwig-Würkert-Straße weiter einschränken. Wilfried Leibling denkt dabei an das Aufstellen von Verkehrskegeln und an eine Umleitung über das Pfarrgässchen. Ganz dichtmachen darf die Stadt den Neumarkt allerdings nicht, da die Anfahrt für Rettungs- und Lieferfahrzeuge gewährleistet bleiben muss.
Der Zschopauer Wochenmarkt zählt im Augenblick 42 Stammhändler, die Zschopau zum Teil im Zwei-Wochen-Rhythmus besuchen. Zu den Hauptsortimenten gehören Textilwaren (50 Prozent) und Lebensmittel (25 Prozent).


