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Eine kleine Stärkung für zwischendurch: Benjamin Plewe, Marcus Böhm und Mandy Schmuck (v. l.) von der Feuerwehr Grünhain-Beierfeld können nicht klagen. Auch bei ihnen klappt die Verpflegung.

Foto: Katja Lippmann-Wagner

Wenn nach dem Brand der Magen knurrt

Die Verpflegung von Feuerwehrleuten bei mehrstündigen Einsätzen ist nicht gesetzlich geregelt. Deshalb hat jede Wehr ein eigenes Versorgungsnetz aufgebaut.

Von Holk Dohle
erschienen am 20.04.2017

Zschopau. Wenn die Sirene vorm Aufstehen heult, rücken Feuerwehrleute mit leerem Magen aus. Klar, dass bei einem mehrstündigen Löscheinsatz dann irgendwann der Magen knurren kann. Damit am Strahlrohr aber keiner einen Hungerast bekommt, müssen die Rettungskräfte verpflegt werden. Doch wie wird die Einsatzverpflegung für Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren im Erzgebirge organisiert?

"Dafür gibt es keine gesetzlichen Regelungen", stellt Gunnar Ullmann klar. An Hunger leiden müssten die Einsatzkräfte aber trotzdem nicht, so der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Erzgebirge und Leiter der Gemeindefeuerwehr Grünhainichen. Ob eine Versorgung der Truppe mit Essen und Trinken erforderlich ist, hänge immer von Zeitpunkt und Dauer des Einsatzes sowie vom Ermessen des Einsatzleiters ab. Und wie der kleine Hunger zwischendurch bekämpft werden kann, das haben laut Ullmann die Wehren für sich geklärt.

"Viele haben einen Laden, Fleischer und Bäcker im Ort oder in der Nachbargemeinde. Mit denen ist abgemacht, dass sie sich im Notfall um belegte Brötchen, Bockwurst oder ähnliches kümmern. Im Bedarfsfall kann jemand auch mal schnell zum Einkaufen in den Supermarkt geschickt werden", berichtet Ullmann. Bei Einsätzen am Wochenende sei das natürlich nicht immer möglich. "Aber irgendwie gibt es doch immer etwas im Ort". Zudem gebe es auch Bürger, die den Rettungskräften bei längeren Einsätzen Essen und Trinken anbieten.

Der Grünhainichener trägt seit 1994 eine Feuerwehruniform. Seit 2016 ist er Vorsitzender des Kreisverbandes, zu dem im mittleren Erzgebirge zwischen Borstendorf und Deutscheinsiedel sowie Dörnthal und Schönbrunn 13 Gemeinde- mit insgesamt 62 Ortsfeuerwehren gehören. Jede Wehr habe ein eigenes Netz aufgebaut. Ein verlässlicher Partner, nicht nur wegen des Begleichens der Rechnungen für die Verpflegung während eines Einsatzes, seien auch die Kommunen. "Die Verwaltungen tragen eine Fürsorgepflicht für ihre freiwilligen Helfer."

Bei Großeinsätzen würden dann jedoch spezielle Verpflegungsgruppen vom Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen wie Malteser Hilfsdienst oder Johanniter Unfallhilfe angefordert. "Die haben das Know-how und die entsprechende Technik, um eine größere Anzahl von Rettungskräften etwa bei Waldbränden oder Hochwassereinsätzen zu versorgen", sagt Ullmann. "Und das klappt auch immer ohne größere Schwierigkeiten."

Getränke würden in den Einsatzwagen mitgeführt. "Einen Kasten Mineralwasser haben fast alle im Auto", sagt der Gemeindewehrleiter. Bei der Brandbekämpfung oder anderer starker körperlicher Belastung müsse ausreichend getrunken werden. Ganz besonders die Kameraden, die unter Atemschutz arbeiten.

 
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