Forstarbeiter Tassilo Schreiter Forstarbeiter Tassilo Schreiter fällt am Großen Teich im Drebacher Gemeindewald Bäume.

Foto: Thomas Fritzsch

Holzernte in Drebach in vollem Gang

Wirtschaftsplan 2012 für Gemeindewald beschlossen

Drebach. Die Gemeinde Drebach will in diesem Jahr etwa 246 Festmeter Holz in ihrem Körperschaftswald ernten. Das geht aus dem Wirtschaftsplan für 2012 hervor, den die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Zusammenkunft bei zwei Enthaltungen beschlossen haben.

Der Gemeindewald umfasst eine Fläche von rund 27 Hektar, auf der vor allen Fichten wachsen. Ein besonders großes Waldgebiet befindet sich im Heidelbachtal zwischen Drebach und der B 101. Dort soll voraussichtlich im Herbst Holz eingeschlagen werden. Geerntet wird noch diese Woche im Wald am sogenannten Großen Teich zwischen Venusberg und Drebach. In der vierten Woche sind Forstarbeiter dort tätig, haben bisher etwa 50 Festmeter geschlagen, sagte Volker Helbig, Sachgebietsleiter Bau in der Gemeindeverwaltung, am Montag. Das Holz verkauft die Kommune mithilfe des Sachsenforstes. Derzeit könnten durchschnittlich 75 bis 85 Euro pro Festmeter erzielt werden, berichtete Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU). 2011 machte Drebach mit dem Holzverkauf einen Gewinn von rund 10.000 Euro. Der Winter, so Helbig, sei eine gute Jahreszeit für die Holzernte: "Der Boden ist gefroren. So kann wenig Schaden angerichtet werden. Zudem ist die Natur noch nicht erwacht."

Doch es wird nicht nur geerntet, sondern auch neu gepflanzt. In dem Gebiet am Großen Teich soll in diesem Jahr die Monokultur der Fichten aufgelockert und der Wald somit auch verjüngt werden. Auf etwa 0,4 Hektar ist geplant, rund 1400 Bergahorne zu pflanzen, kündigte Volker Helbig an. Alle Arbeiten im Körperschaftswald basieren auf einem Betriebsplan für die Jahre 2005 bis 2014, der zuletzt im Juni 2010 beschlossen worden ist. Der Wirtschaftsplan wurde vom Sachsenforst, Forstbezirk Marienberg, eingereicht.

Körperschaftswald ist Wald im Alleineigentum von Körperschaften des öffentlichen Rechts, also etwa der Gemeinden. Als Durchforstung werden Pflegemaßnahmen bezeichnet. Dabei wird aus einem Waldstück eine größere Anzahl Bäume gezielt entnommen. Mit diesen Pflegemaßnahmen wird beabsichtigt, die Stabilität und Qualität eines Baumbestandes zu erhöhen, die Zusammensetzung der Baumarten in einem Waldstück zu lenken und zu regulieren und vor allem den Holzertrag zu erhöhen. (mit gm)

 
erschienen am 20.02.2012 ( Von Sandra Häfner )
 
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