Das Wetter gibt den Startschuss
Der Plan für die Straßensanierung in Marbach ist für die Anwohner kein Zuckerschlecken
Marbach. Die von den Bürgern seit Jahren herbeigesehnte Erneuerung der K 7701 kommt in die Gänge. Der grundhafte Ausbau des zweiten Abschnittes der Grünhainichener Straße, die sich durch den ganzen Ort Marbach schlängelt, wird im Auftrag des Landratsamtes Mittelsachsen ab 5. März in Angriff genommen. Gleichzeitig soll bis Ende Oktober die Trinkwasserleitung erneuert werden. Die Telekom legt neue Rohre fürs schnelle Internet.
Allerdings - das machte Referatsleiter Peter Langer vom Landratsamt Mittelsachsen während eines Informationsforums am Montagabend vor Marbacher Bürgern deutlich, kann nur begonnen werden, wenn das Wetter mitspielt. Trotz eventueller zeitlicher Verschiebung halte man am Endtermin fest. Und er machte auch eines klar: Die 650 Meter lange Straßenbaustrecke bringt Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten für die Bürger mit sich. "Die Bauarbeiten können nur unter Vollsperrung erfolgen." Aber eines sei garantiert: Mit Einschränkungen sei die Erreichbarkeit der Grundstücke fast immer gewährleistet. "Alle Änderungen sollen zudem jederzeit vor Ort durch die Baufirma oder per Handzettel bekannt gegeben werden", betonte Langer. Das war eine Antwort an einen Marbacher Bürger, der darauf hingewiesen hatte, dass gerade an diesem Abschnitt der Grünhainichener Straße viele Gewerke ihren Sitz haben. Er solle sich mit dem Baubetrieb verständigen. "Wir finden immer eine Lösung", sagte Langer.
Anfragen gab es auch an Andreas Lauterbach, Meister Trinkwasser Süd im Wasserzweckverband Hainichen. "Die Erneuerung der Trinkwasserleitung wird vom Zweckverband finanziert", machte er deutlich. Allerdings: Sei die Anschlussleitung des Eigentümers noch aus altem Material, müsse dieser das Auswechseln selbst finanzieren. Eine Summe wollte er aber nicht nennen: "Es wird vor Ort geklärt, was der Bürger will und eventuell selbst erledigt." Erst dann könne man die Rechnung aufmachen.
CDU-Bürgermeister Ralf Börner von der Gemeinde Leubsdorf zeigte sich froh, dass die 835.000 Euro teure Straße endlich gebaut wird. Vor allem hofft er, dass der Engpass, das Gebäude Grünhainichener Straße 83, gelöst werden kann. Das unbewohnte Haus, den Marbachern bekannt als die Gaststätte Kamen, sei marode und stelle ein Verkehrshindernis dar. Die Gemeinde habe die Gelegenheit erhalten, das Haus vom Eigentümer zu erwerben und nun abreißen zu lassen.
Und noch eines machte Börner deutlich: Bei allem Ärger, dass die Brücke über die Flöha in diesem Jahr nicht gebaut werde, für die Durchgängigkeit des Verkehrs nach Marbach sei das in der bevorstehenden Bauphase günstig. Denn auch im Nachbarort Grünhainichen beginnt man 2012 mit dem großen Bauen: Die marode Kreisstraße 8101 soll bis zur Brücke zwischen Marbach und Grünhainichen ausgebaut werden. Bürgermeister Klaus Höppe (CDU) veranschlagte dafür 480.00 Euro.


