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In der Saison1986/87 holte die erste Männermannschaft vor 600 Zuschauern im Endspiel gegen Oederan mit einem 3:2 den Kreismeistertitel. Das Finalehatte während der Festwoche "60 Jahre Breitenauer Fußball" stattgefunden.

Foto: Archiv Verein

Eine vorbildliche Sektion

Start auf der "schiefen Ebene", später die erste Flutlichtanlage im Kreis und auch noch Vorreiter im Sportlerheimbau: Die Fußballer aus Breitenau haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Die "Freie Presse" erzählt sie in zwei Teilen. Heute: 1927 bis 1991.

Von Friedhelm Krasselt
erschienen am 19.05.2017

Breitenau. Die Abteilung Fußball des SV Grün-Weiß Breitenau feiert am kommenden Wochenende runden Geburtstag. Vor 90 Jahren wurde sie gegründet, bis heute wird zwischen Oederan und Falkenau gegen den Ball getreten. In neun Jahrzehnten ist dabei viel passiert.

Schräger Start: Im Frühjahr 1927 fanden sich Faustball spielende Turner in der Gaststätte "Zur Guten Laune" zusammen. Innerhalb des Breitenauer Turnvereins sollte die Sparte Fußball gegründet werden. Das größte Problem: Eine geeignete Spielfläche musste gefunden werden. Nach langen Verhandlungen erklärte sich Walter Krasselt bereit, aus seinem Besitz eine Wiese an der Augustusburger Straße zur Verfügung zu stellen. Wegen der Schräglage nannte man den Platz "Schiefe Ebene". Zu Fuß zum Ball: Ab 1928 beteiligte sich Wacker Breitenau, so der erste Name der Kicker, am regelmäßigen Punktspielbetrieb. Gegner waren Mannschaften aus Olbernhau, Zschopau, Freiberg, Marienberg und Neuhausen. Um an den Spielort zu kommen, mussten die Spieler zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Bahn fahren. Schnell war der ganze Sonntag nur für den Fußballsport ausgefüllt.

Neubeginn nach dem Krieg: Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde in Oederan der Arbeitersportverein aufgelöst, einige Spieler kamen nach Breitenau und verstärkten die erste und zweite Mannschaft. 1937 wurden viele Spieler zur Wehrmacht einberufen, damit zerfielen die Mannschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Breitenauer Spielbetrieb unter großen Schwierigkeiten wieder aufgebaut. Im Spätsommer 1949 wurde die Betriebssportgemeinschaft gegründet. In die Sparte Fußball schrieben sich 30 Sportler ein. Im gleichen Jahr begann eine Schülermannschaft mit dem Spielbetrieb. Sie trugen gelbe Dresshemden und selbst gebaute Schuhe mit Lederriemchen vom "Pfeifer-Schuster". Endlich ein eigener Platz: Im Oktober 1950 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau des neuen Sportplatzes. Der größte Teil der Arbeiten wurde von Sportlern in Eigenleistung erbracht - ein Merkmal, das den Verein bis heute auszeichnet. Im August 1973 wurde auf dem Sportplatz die erste Flutlichtanlage des Kreises Flöha mit einem Freundschaftsspiel gegen Wismut Aue eingeweiht. Diese in Eigenleistung geschaffene Anlage steht noch heute, sie musste nach dem Hochwasser von 2002 erneuert werden. Große Erfolge: Schon 1951 wurde von fünf Mannschaften berichtet, 1960 zählte die Sektion 47 aktive Spieler und drei Schiedsrichter. Auch an den Nachwuchs wurde gedacht: 1971 wurde eine Kindermannschaft aufgebaut, die unter Übungsleiter Bernd Hähnel bei der Kinder- und Jugendspartakiade im Jahr 1974 die die Goldmedaille holte. Und es gab weitere Erfolge zu vermelden: In den 1970er-Jahren konnte die erste Männermannschaft viermal den Kreispokal gewinnen, Trainer war damals Fritz Winter. Und wieder Vorreiter: Nicht nur beim Bau der Flutlichtanlage waren die Breitenauer Vorreiter in der Region. 1977 wurde nach zweijähriger Bauzeit ein schmuckes Sportlerheim in Betrieb genommen. Die Sportler hatten auch das in Eigenleistung errichtet, es war eines der ersten seiner Art im Kreis. Besonders aktiv beim Bau hatten sich Rolf Langheinrich, Lothar Fischer und Jochen Burkmann eingesetzt.

Lob von höchster Stelle: Im März 1977 wurde die Sektion Fußball im Sportforum Berlin als "Vorbildliche Sektion des Deutschen Fußballverbandes" ausgezeichnet. Die Abteilung Fußball zählte zu der Zeit 118Mitglieder, am regelmäßigen Spielbetrieb beteiligten sich zwei Männer- und vier Nachwuchsteams.

Der größte Erfolg: In der Saison1986/87 holte die erste Männermannschaft vor 600 Zuschauern im Endspiel gegen Oederan mit einem 3:2-Erfolg den Kreismeistertitel nach Breitenau. Einen besseren Zeitpunkt hätten sie sich kaum aussuchen können, denn das Finale fand während der Festwoche "60 Jahre Breitenauer Fußball" statt. Zur großen Festveranstaltung wurde der hochverdiente Nestor der Breitenauer Fußballgeschichte - Rolf Langheinrich - mit der Ehrennadel in Gold des DFV, des Fußballverbands der DDR, geehrt.

Pokale für die Kleinsten: Von 1987 bis 1991 wurden die jungen Kicker der E-Jugend unter ihrem Trainer Steffen Pannach zweimal Hallenkreismeister und Pokalsieger. Die D-Jugend errang im gleichen Zeitraum den Hallenkreismeister und wurde Pokalsieger. Ein weiterer Beleg für die gute Nachwuchsarbeit der Breitenauer Fußballtrainer: Seit Beginn der 1970er-Jahre wurden zahlreiche Spieler aus dem Verein ins Trainingszentrum nach Flöha delegiert. Zeitweise waren das bis zu acht Breitenauer Spieler gleichzeitig, die gemeinsam mit Talenten anderer Vereine Sondereinheiten absolvieren durften.

Wie es nach der Wende mit dem Breitenauer Fußball weiterging, lesen Sie am kommenden Mittwoch.

 
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Eine vorbildliche Sektion
Drei Tage lang wird gefeiert
 
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