Mauer Passend zum Park wird die Natursteinmauer auf dem letzten Stück bis zur Fußgängerbrücke an den Hochhäusern gesetzt.

Foto: Toni Söll

Endspurt an den Zschopauufern

Der Hochwasserschutzbau ist noch in vollem Gange

Flöha. Wenn Väterchen Frost sich noch etwas Zeit lässt, dann könnten Ende dieses Jahres einige Hochwasserschutzbaustellen an der Zschopau in Flöha Geschichte sein. "Momentan sind das Wetter und der Wasserstand sehr günstig", hofft Hanspeter Steinert, Projektleiter von der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Betrieb Freiberger Mulde/Zschopau, dass dieser Zustand noch eine Weile anhält.

Mit der Beräumung der Baustelleneinrichtung und den Restarbeiten in den angrenzenden Grundstücken verabschiedet sich derzeit der erste fertige Bauabschnitt dieses Herbstes für das Schutzziel HQ100, also zum Schutz vor einem statistisch alle 100 Jahre auftretenden Hochwasser. Am 30. September wurde das Baulos eins von der Zschopaubrücke in Plaue flussabwärts abgeschlossen. In diesem Abschnitt wurden von der Niederwiesaer Firma Berger auf der linken Flussseite auf etwa 100 Metern die Schutzmauer um durchschnittlich 80 Zentimeter erhöht beziehungsweise mit Beton verstärkt. Zwei Wohnhäuser erhielten zudem im Kellerbereich hochwassergesicherte Fenster.

Auch auf der rechten Flussseite ist die Stützmauer fertig. Sie ist im Schnitt 50 Zentimeter höher als bisher. Auf dieser Seite wurden zudem 74 Meter Böschung befestigt und eine 44 Meter lange Palisadenstützwand am Fuß- und Radweg hinter der Mittelschule errichtet. Den anschließenden, in zwei weitere Baulose unterteilten Abschnitt von den letzten vier Häusern der Straße Zur Baumwolle bis zur Fußgängerbrücke an den Hochhäusern hofft Steinert noch in diesem Jahr abschließen zu können. Auf dem ersten, rund 100 Meter langen Stück bis zur Kreuzung der Straße mit dem Mühlgraben wird hier statt der bisherigen Böschung eine drei Meter hohe Schutzmauer errichtet. Auf dem anschließenden Stück wird die Böschung mit Betonstein befestigt. Von der einstigen Station Junger Techniker und Naturforscher bis zur Fußgängerbrücke schließt sich eine - zum Park passende - Natursteinmauer an.

Noch in diesem Jahr fertigwerden soll auch der Schutzdeich von der Baumwolle bis zur Grünen Aue. Mit den Bauarbeiten an der Augustusburger Straße gegenüber der Alten Baumwolle müssen die Flöhaer allerdings noch bis ins Frühjahr 2012 leben. An diesem sehr tief gelegenen Stück Straße werden durch Mitarbeiter der Großrückerswalder Firma Swing & Cut seit März 2011 neue, rund 80 Zentimeter höhere Hochwasserschutzmauern gebaut.

 
erschienen am 25.10.2011 ( Von Gudrun Frohmader )
 
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