So sehen sie die Planer: die neue Halle mit viel Grün ringsum. Foto: Krieger-Bauplanungsgesellschaft
Endspurt in der Turnhallen-Debatte
Millionenprojekt in Niederwiesa steht vor der Entscheidung
Niederwiesa. Noch ist die Entscheidung, ob und in welcher Größenordnung eine neue Schulsporthalle für die Mittel- und Grundschule Niederwiesa gebaut wird, offen. Nach wie vor wird darüber diskutiert, ob die Halle nur für den Schulsport zu errichten ist oder künftig auch Niederwiesaer Handballern als Wettkampfstätte dienen soll.
Die Entscheidung, das machte die erste Gemeinderatssitzung 2012 am Montagabend deutlich, hängt davon ab, was sich die Gemeinde leisten will und vor allem kann. Zumindest hatte das Planungsbüro Krieger Bauplanungsgesellschaft auf der Ratssitzung klar Schiff gemacht, welche finanziellen Mittel in Gegenwart und Zukunft zu stemmen sind. Allein der Bau einer einfachen Schulturnhalle in der Größenordnung von 15 mal 27 Metern, so führte Rainer Berndt von der Planungsgesellschaft aus, kostet rund 1,6 Millionen Euro. Als jährliche Betriebskosten stünden dann rund 27.500 Euro zu Buche. Fast das Doppelte an Baukosten würde eine 22 mal 44 Meter große Halle für Schüler und Handballer kosten.
Für Ingrid Schwendel, Schulleiterin der Mittelschule Niederwiesa, die zugleich Gemeinderätin ist, steht fest: "Für den Schulsport reicht eine Halle, die 15 mal 32 Meter lang ist, aus." Eines aber ist ihr wichtig: "Es muss endlich eine Entscheidung herbeigeführt werden. Uns läuft sonst die Zeit davon."
Günther Kempe, der an diesem Abend Bürgermeister Dietmar Hohm vertrat, der sich zurzeit im Krankenhaus befindet, geht davon aus, dass möglicherweise zur nächsten Sitzung am 27. Februar ein Beschluss gefasst wird. "Wir beschließen an diesem Tag den Haushalt 2012, und da muss die Sporthalle als Kostenfaktor auftauchen." Seine Ansicht: Das Projekt muss in Gegenwart und Zukunft finanzierbar sein. "So schön, wie es wäre, wenn die Gemeinde eine Wettkampfhalle besäße, die Räte müssen auch an die zukünftige Generation denken." Wann und in welcher Größe gebaut wird, hängt für ihn in allererster Linie davon ab, welche Fördermittel dafür vom Freistaat zur Verfügung stehen. Lutz Müller, der als Abteilungsleiter Handball beim SV Grün-Weiß Niederwiesa Gast auf der Gemeinderatssitzung war, plädierte im Namen der Sportler dafür, wenigstens die Halle in einer Breite von 22 Metern zu errichten. "Sie kann man dann später um einen Anbau erweitern."


