Der betroffene Günter Spielhaus sitzt in seinem Büro und zeigt, wie er den Umschlag damals geöffnet hat. Darin: weißes Pulver.
Foto: Toni Söll
Eppendorf: Keine Gefahr von Milzbrand
Beweggründe für das Versenden des weißen Pulvers bleiben unklar
Eppendorf. Günter Spielhaus kann erst einmal aufatmen: Von dem weißen Pulver, das der Eppendorfer vor gut zwei Wochen per Briefpost in sein Haus zugesandt bekam, geht keine Milzbrandgefahr aus. Das hat ihm das Polizeirevier Mittweida auf Grundlage der Untersuchungen, die Experten aus Leipzig durchgeführt haben, mitgeteilt.
Allerdings, was das letzten Endes für ein Pulver ist und ob es als übler Scherz oder aus anderen Beweggründen versandt wurde, weiß der Wirtschaftsberater bis jetzt noch nicht. "Ich hoffe, dass die Ermittlungen der Polizei das aufklären werden", sagte er. "Die Bürger von Eppendorf haben regen Anteil am Geschehen genommen, und es ist einfach eine Pflicht, in dieser Sache Klarheit zu schaffen."
Am Montag vor einer Woche war es im Haus des 68-Jährigen an der Borstendorfer Straße zu einem Einsatz von Spezialkräften der Feuerwehr Freiberg gekommen. Der Eppendorfer hatte zuvor der Polizei den Besitz von einem weißen Pulver gemeldet, das er am 14. Juli per Brief erhalten hatte. Zuvor hatte ein ähnlicher Fall Bürger und Experten von Wilkau-Haßlau in Atem gehalten.
Wie Pressesprecher Frank Fischer von der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge auf Anfrage der "Freien Presse" sagte, habe man die Ermittlungen aufgenommen. "Es gibt aber noch keine heiße Spur."

