Krumhermersdorfer Moritz Listner Der Wahrnehmungsstand von Barbara Würzberger im Augustusburger Gymnasium war stets gut besucht. Hier ist der Krumhermersdorfer Moritz Listner dabei, die versteckten Linsen und Haselnüsse zu ertasten.

Foto: Dirk Trautmann

Flöha oder Augustusburg: Gymnasien gehen in die Werbung

Die beiden Häuser im Altkreis Flöha werben um die Gunst der Schüler

Flöha/Augustusburg. Flöha/Augustusburg. Mit etwa 300 Besuchern im Samuel-von- Pufendorf-Gymnasium Flöha ist Schulleiter Reinald Gechert am Sonnabend zufrieden gewesen. Dabei war aber nicht die Zahl entscheidend, sondern das Interesse am Angebot des staatlichen Gymnasiums. "Unsere Schüler der zwölften Klasse hatten viel mehr bei ihren Führungen zu tun als in den Jahren zuvor. Aber auch die Musicalprobe war gut besucht, zudem der Chorauftritt und die Angebote in den Fachkabinetten für Physik und Chemie", erzählte Reinald Gechert. Der Tag der offenen Tür ist nicht die einzige Aktion, mit der die Schule in Flöha um die Aufmerksamkeit von zukünftigen Schülern wirbt. "Zum Schnupperunterricht im Januar kamen etwa 100 Schüler", so der Schulleiter weiter.

Nicht so viele Besucher wie in Flöha kamen zum Gymnasium Regenbogen im benachbarten Augustusburg. Zum aktuellen Schuljahr öffnete die Bildungsstätte in freier Trägerschaft ihre Pforten, und das Angebot hat sich herumgesprochen. "Wir haben in der jetzigen fünften Klasse 15 Schüler, aber für das nächste Schuljahr schon 20 Anmeldungen", freute sich Schulleiterin Angelika Mann. Die vergangenen Tage nutzten die Schüler unter anderem zur Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür. "Unsere Schüler besuchten unter anderem das Industriemuseum in Chemnitz und beschäftigten sich mit der altdeutschen Schrift", beschrieb die Schulleiterin nur einige Projekte. Das Einzugsgebiet des freien Gymnasiums ist groß: Es reicht von Frankenberg bis Großolbersdorf. "Wir wissen noch nicht genau, für welche Schule wir uns entscheiden", äußerten Ulrike und Michel Listner, die mit Sohn Moritz dem Augustusburger Gymnasium einen Besuch abstatteten. "Wir wohnen in Krumhermersdorf, und da kommt wegen der besseren Verkehrsanbindung auch das Zschopauer Gymnasium infrage. Wir denken aber, dass unser Sohn im freien Gymnasium gut aufgehoben wäre, zumal er jetzt schon eine freie Grundschule besucht", sagte Ulrike Listner. Auch der zehnjährige Moritz war von der Augustusburger Bildungsstätte angetan: "Was für heute organisiert wurde, fand ich großartig." Und das war neben Basteleien und Möglichkeiten zum Malen auch ein Stand, an dem die Kinder ihre Fähigkeiten im Ertasten von Gegenständen unter Beweis stellen konnten.

Neben dem Gymnasium in Augustusburg kommen für den Oederaner Aaron Haubold auch noch die Schulen in Flöha und Frankenberg infrage. Aaron Haubold nannte Augustusburg "eine schöne kleine Schule". Nach einem Schnupperunterricht ist er immer noch von der Architektur des Flöhaer Gymnasiums begeistert. "Das ist rund, man kann sich nicht verlaufen."

 
erschienen am 23.01.2011 ( Von Dirk Trautmann )
 
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