Zum Abschluss des Weihnachtsprogramms im Klein-Erzgebirge - hier das Modell der Stadtkirche von Oederan - gab es noch einmal "Glanzlichter".
Foto: T. Söll
Glanzvoller Abschluss eines Jahres mit Licht und Schatten
Wiederaufbau zerstörter Modelle des Klein-Erzgebirges soll im Januar beginnen
Oederan. Am letzten Adventswochenende gab es bei den "Glanzlichtern" im Oederaner Klein-Erzgebirge noch einmal allerhand zu erleben. Zum letzten Mal öffnete der Miniaturpark seine Pforten, um Besucher mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.
"Die Glanzlichter waren ein voller Erfolg", resümierte Klein-Erzgebirge-Mitarbeiterin Janine Kirsch. Am dritten und vierten Adventswochenende sei der Modellpark am Ehrenzug am besten besucht gewesen. Der einzige Wermutstropfen war aus ihrer Sicht, dass es im Dezember bisher noch nicht richtig geschneit hat. "Bei Schnee wirken die beleuchteten Miniaturen, unsere Pyramide und auch die Feuerschalen noch romantischer", sagte Janine Kirsch.
Mit dem Abschluss des "Glanzlichter"-Programms endet für den Oederaner Miniaturpark auch ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Die diesjährige Freiluftsaison sei für die Betreiber überaus zufrieden stellend verlaufen. Laut Janine Kirsch wurden in diesem Jahr 60.702 Besuche gezählt. "Es freut uns, dass wir es geschafft haben, mehr als 60.000 Gäste bei uns begrüßen zu können", sagte die Mitarbeiterin. 2010 seien exakt 59.838 Eintrittskarten verkauft worden.
Überschattet wurde dieser Erfolg von zwei Überfällen im Oktober und November, bei denen Unbekannte mehrere Modelle der Miniaturausstellung zerstört und in den Hetzbach geworfen haben. "Besonders schwer getroffen hat es das Modell der Burg Kriebstein, das Schloss Wolkenstein, unsere Gartenbahn sowie die besonders aufwändig gestaltete Altväterbrücke", sagte der Chef des Klein-Erzgebirges, Horst Drichelt.
Die Schäden beider Überfälle werden auf mehr als 50.000 Euro geschätzt. "Nach meinem Kenntnisstand gibt es nach wie vor keine heiße Spur. Die Polizei hat vor kurzem noch einmal die Anwohner rund um das Ausstellungsgelände befragt", berichtete Drichelt.
Entsetzen und Fassungslosigkeit herrschten nach den Zerstörungen nicht nur in Oederan, sondern in der ganzen Region. Ebenso groß war aber auch die Bereitschaft zur Hilfe. Die Stadt Wolkenstein, das Daetz-Zentrum in Lichtenstein, das Versicherungsunternehmen Axa und viele andere Einrichtungen und Unternehmen spendeten für den Wiederaufbau der Miniaturen.
"Besonders toll finde ich, dass sich nach dem Spendenaufruf des Fördervereins des Klein-Erzgebirges auch mehrere Einzelpersonen entschlossen haben, uns zu helfen", sagte Drichelt. "Die Hilfe, die wir erfahren, ist sehr wohltuend." Auch die Stadt Oederan hat den Miniaturpark sofort unterstützt. 3300 Euro wurden für die Reparaturen an den zerstörten Modellen gespendet. "Außerdem hat die Stadtverwaltung uns für das Jahr 2011 die Pacht erlassen", sagte der Chef des Klein-Erzgebirges.
Kurz vor Weihnachten können Drichelt und seine Unterstützer sich nun auch noch über ein verfrühtes Geschenk freuen. Landrat Volker Uhlig, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Mittelsachsen, überreicht dem Klein-Erzgebirge am Dienstag eine Spende in Höhe von 3480 Euro. "Mit Mitteln aus dem PS-Lotteriespiel unterstützt die Sparkasse Mittelsachsen damit den Wiederaufbau der durch den Vandalismus beschädigten Miniaturen", teilte das Geldinstitut mit.
Für gemütliche Adventsstimmung hatten am späten Samstagnachmittag die Sänger des Oederaner Jugendchores Chorisma gesorgt. Eine reichliche halbe Stunde lang unterhielten die jungen Männer die Besucher mit Weihnachtsliedern. Großer Abschluss der "Glanzlichter" im Klein-Erzgebirge war der Auftritt des Oederaner Sängers Zwini am Sonntagabend.


