Kurven entpuppen sich als Gefahrenzonen
Jede Woche ereignen sich auf der Strecke zwischen Freiberg und Falkenau Unfälle
Falkenau. Unfallfalle Bundesstraße173: Nach wiederholten Kollisionen auf der Strecke zwischen Freiberg und Falkenau kommt die Frage nach den Gründen auf. Verkehrsexperten machen den schlechten Straßenzustand als eine Ursache aus. Schwerpunkte sind die erste Kurve vor Oberschöna in Richtung Freiberg und die Soldatengrabkurve am Falkenauer Berg (siehe Grafik).
"Die B 173 ist nicht ohne. Die Fahrbahn ist an einigen Stellen lädiert, also nicht optimal", kritisiert Werner Helfen. Der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht Freiberg verweist auf die Risse und den bröckligen Belag in der Soldatengrabkurve. "Motorradfahrer haben es dort besonders schwer. Wenn ein Rad in so einen Spalt gerät, wird es brenzlig", sagt Helfen. Die in Richtung Oberschöna leicht abfallende, sich zuspitzende Rechtskurve habe es besonders in sich. In der Kehre stehen bereits die Schilder "Achtung Kurve", "Unfallgefahr" und Tempo 50. "Die Beschilderung ist dort in Ordnung. Und die Fahrer sollten sich unbedingt an das Tempolimit halten, sonst kann es eng werden", betont Helfen.
Und der Verkehrswachtchef nennt noch weitere Gefahrenstellen: In der Senke zwischen Oberschöna und Freiberg nach dem Abzweig Kleinschirma steht bei Regen oft das Wasser auf der Straße. "Es läuft nicht richtig ab", sagt Helfen.
Auch die Polizei sieht laut Sprecherin Heidi Hennig "zwei bis drei Unfallschwerpunkte zwischen Freiberg und Falkenau - und zwar in Kurven." Die mittelsächsische Unfallkommission nennt die Kehre nach Oberschöna als "Unfallhäufungsstelle". "Dort gab es im vorigen Jahr fünf Unfälle", sagt Landratsamtssprecherin Cornelia Kluge. Deshalb habe das Gremium festgelegt, dass in der Kehre Griffigkeitsmessungen durchgeführt werden müssen. Dabei wird die Reifenhaftung auf der Fahrbahn untersucht. "Bei negativem Ergebnis wird das Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine neue Verschleißschicht einbauen", sagt Kluge. Letztlich könne nur ein Ausbau der Kurve die Unfälle reduzieren. Laut Mittelsachsens Straßenchef Jürgen Zimmermann muss der Radius der Kehre vergrößert werden. "Verkehrsrechtlich ist mit den Schildern alles ausgeschöpft. Und wir haben auch schon den Innenradius vergrößert, also den Fahrbahnrand asphaltiert, damit man nicht so schnell auf den Randstreifen gerät." Weitere Arbeiten seien Aufgabe des Landesamtes.
In der Soldatengrabkurve sind laut Zimmermann alle verkehrsrechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft: Mit zusätzlichen Schildern ist da nichts mehr zu machen. Zudem sei an die Leitplanken ein Unterfahrschutz montiert worden. Dieser verhindert zwar keine Unfälle, aber gestürzte Motorradpiloten haben so ein geringeres Risiko. Das Landratsamt dränge seit 2008 auf einen Ausbau der Strecke zwischen Oederan und Falkenau - zumal dort kaum eine Umgehungsstraße in Frage kommt. Besonders wichtig sei die Entschärfung der Soldatengrabkurve und der darauffolgenden rechtwinkligen Kurve am Falkenauer Berg. Die Notwendigkeit einer neuen Trasse begründet Zimmermann auch damit, dass der Hang an dieser Stelle langsam abrutscht.
An der Aquaplaningstelle zwischen Freiberg und Oberschöna will Zimmermann prüfen lassen, ob dort Warnschilder in Frage kommen. Unfälle habe es aber seit drei Jahren nicht gegeben. Offenbar liege das Problem an der nicht richtig funktionierenden Straßenentwässerung.
Unterdessen will das Landesamt für Straßenbau und Verkehr noch keine Aussagen zu baulichen Veränderungen treffen: "Wir prüfen die Sachverhalte", sagte Niederlassungsleiter Michael Stritzke.


04:52 Uhr
brenti: Das Kurven sich als Unfallgefahren entpuppen ist so alt wie es Kurven bei Straßen gibt.
4 Leute kommen da zu Wort was die B173 zwischen Falkenau und Oberschöna betrifft aber Keine von den 4 hat wohl Kompetenz etwas zu verändern. Prüft mal schön weiter was Jeder schon weiß wer die Strecke fährt.
Instandhaltung ist die Lösung da muß man erst drauf kommen!!!