Neue Feuerwehr, Krippenplätze oder beides?
Haushaltsentwurf für 2012 liegt in den letzten Zügen
Niederwiesa. In der Gemeindeverwaltung Niederwiesa wird gegenwärtig gerechnet - und das unter Hochdruck. Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2012 liegt in den letzten Zügen. In der Gemeinderatssitzung Anfang März soll er den Räten zur Lesung und Diskussion vorgelegt werden. Kämmerer Mirko Ott hofft, dass im April darüber abgestimmt werden kann, wofür die Gemeinde in den kommenden Monaten Geld in die Hand nimmt. Ott erwartet eine spannende Diskussion, denn wichtig sind alle Investitionswünsche. Hier eine Auswahl:
Kindertagesstätte Lichtenwalde: Trotz umfangreicher Maßnahmen in den vergangenen Jahren fehlen derzeit noch an die 34 Betreuungsplätze für die Jüngsten. Deshalb peilt die Gemeinde den Ausbau der Kindertagesstätte "Spatzennest" in Lichtenwalde an. Insgesamt, so der Kämmerer, koste diese Baumaßnahme 450.000 Euro, an Fördermitteln über das Programm "Integrierte ländliche Entwicklung" sind 283.600 Euro beantragt. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 166.400 Euro.
Neues Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenwalde: Die Kameraden der Lichtenwalder Wehr würden gern ihr 30 Jahre altes Feuerwehrauto in Rente schicken. Sonst könnte es ihrer Ansicht nach sein, dass das Fahrzeug auf dem Weg zur Brandbekämpfung seinen Geist aufgibt. 259.000 Euro sind für eine Neuanschaffung notwendig. 129.000 Euro Fördermittel wurden beantragt, der Rest wäre Eigenanteil. Bedarf für die weitere Ausstattung hat die Niederwiesaer Wehr angemeldet. Gebraucht werden 45.000 Euro, geplante Förderung hier: 18.000 Euro.
Straße zum neuen Altenpflegeheim "Kastanienhof" in Niederwiesa:Die Herstellung der Straße liegt in der Obhut der Gemeinde Niederwiesa. Die Maßnahme kostet 110.000 Euro. Als Förderbetrag sind 73.000 Euro vorgesehen. Allerdings, räumt der Kämmerer ein, ist die Bezuschussung über das Programm der Ortskernsanierung unklar.
"Zu den Investitionen kann ich derzeit nur sagen, dass die Wünsche so umfangreich sind wie in den vergangenen Jahren", erklärt er weiter. Allerdings geht er davon aus, dass die im Plan eingestellten Gelder am Ende sicher geringer ausfallen werden als in den Vorjahren. Welche Investitionssumme der Gemeinde Niederwiesa genau zur Verfügung steht, werde derzeit errechnet. Bei Förderabsagen werden die Projekte aus dem Programm genommen.


