Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (r.) besuchte am Donnerstag den Falkenauer Dorfladen und kostete erzgebirgische Knacker, die ihm Verkäuferin Blanka Hoffmann reichte. Vorstandschef Thilo Walther (3. v. l.) und Falkenaus Bürgermeister Martin Müller (r.) freuten sich über den prominenten Gast.
Foto: Verena Toth
Prominenter Kunde im Dorfladen Falkenau
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich stattet erfolgreichem Geschäft einen Besuch ab - Lehrlingsausbildung ab nächstem Jahr geplant
Falkenau. Zu einer echt erzgebirgischen Knacker hat Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Donnerstag nicht Nein gesagt. Er ließ sich am Vormittag von Verkäuferin Blanka Hoffmann im Falkenauer Genossenschafts-Dorfladen eine Kostprobe reichen und erfuhr dabei von der reichlich einjährigen Erfolgsgeschichte des Geschäftes.
Die Stippvisite legte der CDU-Politiker ein, bevor er den 19. Verbandstag des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes in Chemnitz besuchte. Begrüßt wurde das Oberhaupt des Freistaates von den jüngsten Falkenauern aus der benachbarten Kindertagesstätte "Falkennest", für die er sich gern in die Liste der zufriedenen Laden-Kundschaft einreihte und eine Runde Gummibären spendierte. "Es ist lobenswert, mit wie viel Elan und Erfolg sich der kleine Genossenschaftsladen dem harten Wettbewerb mit den großen Discountern stellt", sagte der Ministerpräsident nach seinem Rundgang im Geschäft. Lobend registrierte er dabei, dass viele der rund 5000 Artikel in sächsischen Betrieben produziert werden.
"Die Falkenauer Genossenschaft hat sich als eine der erfolgreichsten Neugründungen erwiesen", berichtete ihm der agrarpolitische Berater des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes, Gerald Thalheim. Der Falkenauer Dorfladen ist neben dem Geschäft in Bad Schlema einer von erst zwei wieder eröffneten Lebensmitteläden in Sachsen, an denen die Bürger als Mitglieder einer Genossenschaft den entscheidenden Anteil haben.
Etwa ein Drittel aller Falkenauer geht in dem Geschäft regelmäßig einkaufen und sorgt monatlich für einen Umsatz von 35 bis 42.000 Euro, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Falkenauer Genossenschaft, Thilo Walther. "Unser Ziel ist es, Kosten deckend zu arbeiten", machte er deutlich. "Wir denken aber auch an unsere Zukunft. Geplant ist, im nächsten Jahr den ersten Lehrling auszubilden und somit für eigenen Fachkräftenachwuchs möglichst sogar aus Falkenau zu sorgen", blickt Walther optimistisch in die Zukunft.
"Es ist eine große Ehre für uns und unseren kleinen Laden", freute sich Marktleiterin Gabriele Hübner über den prominenten Kunden. Mit ihren drei Mitarbeiterinnen sorgt sie seit Sommer vergangenen Jahres für volle Regale. Rund 66.000 Kunden wurden seither bedient.

