Das Modell der Altväterbrücke gehörte seit 2004 zu den besonders aufwändig gestalteten Schmuckstücken im Klein-Erzgebirge.
Foto: Christof Heyden/Archiv
Schäden gehen wieder in die Tausende
Neue Zerstörungen im Klein-Erzgebirge verzeichnet
Oederan. Das Entsetzen in Oederan ist groß: In der Nacht zum Sonntag wurde der Miniaturpark Klein-Erzgebirge wieder von gewissenlosen Randalierern heimgesucht. Das Modell der Burg Wolkenstein landete im Wasser, die aufwändig gestaltete Altväterbrücke wurde zerstört.
Vollkommen fassungslos ist Geschäftsführer Horst Drichelt über den neuerlichen Vorfall. "Wer tut so etwas nur? Das ist auch ein Angriff auf unsere Altvorderen, die mit so viel Herzblut an den Modellen gearbeitet haben", ist er schwer enttäuscht. Er kann das Ausmaß der Schäden nur abschätzen. "Ich fürchte, da kommen schnell wieder 25.000 Euro zusammen", so Drichelt. Nach dem Einbruch am ersten Oktoberwochenende hatten Zerstörer an 25 Objekten wie beispielsweise an dem rund 50 Jahre alten Modell der Burg Kriebstein ebenfalls einen Schaden in Höhe von rund 25.000 Euro hinterlassen. Deshalb hatte sich Drichelt bemüht, neue Sicherungsmaßnahmen für die Anlage in die Wege zu leiten. "Unser Plan war, mit dem Saisonbeginn im nächsten Jahr entsprechend ausgerüstet zu sein", erläutert er. Dass diese aber schon einen Monat später dringend gebraucht würden, damit habe er nicht rechnen können.
Die Nachbildung der Altväterbrücke von Halsbrücke gehörte seit 2004 zu den ganz besonderen Schmuckstücken im Park. Mehrere Wochen Arbeit stecken in dem Mini-Bauwerk. 75.000 Steinchen haben die Vereins-Bauleute damals für das mit 13 Pfeilern begründete Viadukt aufeinander gesetzt. "Das war eine ungeheure Arbeit", erinnert sich der Geschäftsführer. "Es ist bemerkenswert, wie viel Anteilnahme uns entgegengebracht wird", ist Drichelt sehr dankbar. Selbst in Berlin, wo er in den vergangenen Tagen eine Weihnachtsausstellung mit Oederaner Miniaturmodellen aufgebaut hatte, erreichten ihn viele Anrufe. Mitgefühl kommt auch aus Lichtenstein.
"Wir sind entsetzt und furchtbar enttäuscht, dass es Leute gibt, die solche Werte mutwillig zerstören. Wir wissen aus eigener Erfahrung genau, wie viel Arbeit und persönliches Engagement in diesen Modellen steckt", sagt Claudia Schmidt, Pressesprecherin der Miniwelt. Der Miniaturpark westlich von Chemnitz zeigt mehr als 100 originalgetreue Bauwerke aus der ganzen Welt im Maßstab 1:25. "Zwar gab es vor Jahren bei uns einen nächtlichen Diebstahl. Aber solche großen Zerstörungen haben wir glücklicherweise nicht erleiden müssen", so die Pressesprecherin. Zudem habe man Vorkehrungen getroffen, die Anlage werde entsprechend geschützt.
"Wir machen weiter. Es wird auf jeden Fall wieder eine Altväterbrücke geben", will sich Drichelt nicht entmutigen lassen. Und auch die Burg Wolkenstein soll bis zum ersten Adventswochenende wieder an ihrem Platz stehen. Denn sie gehört ebenso wie die anderen Burgen und Schlösser des Erzgebirges zu den Glanzlichtern, die an den Wochenenden in der Vorweihnachtszeit im Park zu sehen sein werden.
Die Polizei ermittelt weiter, kann aber noch keine Ergebnisse bekannt geben. "Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um die gleichen Täter handelt", so die Information von Polizeipressesprecher Frank Fischer.
Zeugentelefon: 0371 3872279



11:28 Uhr
wundesknie: es ist eine bodenlose schweinerei was sich hier so manche hirnlosen halbstarken erlauben. hier wird die arbeit vieler ehrenamtlicher und naturverbundener heimatfreunde mit füßen getreten. ich habe da meine eigene vorgehensweise als vorschlag. überall strom anlegen , z.b. ein sehr straffes weidegerät, das muß so stark sein das es den tätern gleich die mitesser aus dem gesicht katapultiert, und sie am nächsten tage noch mit kreislaufkollaps am tatort eingesammelt werden können. selbiges wäre auch bei den dachrinnenräubern angebracht. und hinterher aber nicht der justiz übergeben sondern an den pranger stellen.
danke für ihr verständnis