Auf den Spuren des oberfränkischen Rechenmeisters

Zwei Schüler aus Mittelsachsen haben beim Adam-Ries-Wettbewerb den sächsischen Landesausscheid erreicht

Brand-Erbisdorf/Flöha. Brand-Erbisdorf/Flöha. Knifflige Aufgaben erfordern ungewöhnliche Rechenwege. Für zwei Fünftklässler aus Mittelsachsen kein Problem. Mit kühlem Kopf und logischem Denken haben sie es beim diesjährigen Adam-Ries-Mathematikwettbewerb in den sächsischen Landeswettbewerb geschafft.

Eine von den 50 Jungen und Mädchen, die am 8. und 9. April in Annaberg ihr mathematisches Können unter Beweis stellen werden, ist Sarah Mewes, die das Brand-Erbisdorfer Cotta-Gymnasium besucht. Sie ist beim Landeswettbewerb dabei. "Sarah hat sich spontan entschieden, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Umso mehr freue ich mich über ihren Erfolg", sagte Mathematiklehrerin Angelika Sandig. "Der Adam-Ries-Wettbewerb ist sehr anspruchsvoll und wird von Stufe zu Stufe schwerer. Sarah besucht bei uns die Mathematik-Arbeitsgemeinschaft, daher denke ich, dass sie gut abschneiden wird."

Auch Paul Kluge, Schüler am Flöhaer Pufendorfgymnasium, hat sich nach vorn gerechnet. "Unsere Schule nimmt jedes Jahr am Adam-Ries -Wettbewerb teil, und wir freuen uns, dass es einer unserer Schüler eine Runde weiter geschafft hat", sagte Schulleiter Reinald Gechert. "Bei dem Wettbewerb muss man logisch denken, denn die Rechnerei tritt in den Hintergrund. Nur Schüler mit besonderem mathematischen Talent haben eine Chance", berichtete der Pädagoge.

"Der Landeswettbewerb dauert zwei Tage", erklärte Norman Bitterlich, Vorsitzender des Chemnitzer Bezirkskomitees zur Förderung mathematisch-naturwissenschaftlich interessierter Schüler. Den ersten tag würden die Teilnehmer im Schullandheim in Jöhstadt verbringen. "Dort werden sie bei einem lehrreichen Abendprogramm die historische Gestalt Adam Ries näher kennenlernen", verriet Bitterlich. Am zweiten Tag findet in Annaberg die Wettbewerbs-Klausur statt. "Es müssen drei Aufgaben gelöst werden. Eine davon stammt aus einem alten Rechenbuch aus der Zeit des aus dem bayerischen Oberfranken stammenden Rechenmeisters", hieß es weiter. Danach muss ein Knobelteil absolviert werden. "Die besten zehn kommen ins Finale, in den Vier-Länder-Wettbewerb, in dem sie gegen die Sieger aus Thüringen, Bayern und Böhmen antreten", sagte Bitterlich. Diese dritte Runde findet Ende Mai statt. (fpe)

 
erschienen am 03.03.2011
 
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