Siegmar Ulbrich hat für die neue Bergglocke des Vereins IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollens die Entwürfe angefertigt.
Foto: Eckardt Mildner
Bergglocke schmückt Huthaus
Verein IV. Lichtloch in Reinsberg hat ein neues bronzenes Schmuckstück
Reinsberg. Eine Bergglocke wird zukünftig im IV. Lichtloch des Rothschönberger Stollens in Reinsberg Veranstaltungen einläuten. Im Vereinszimmer des Huthauses hat das bronzene Schmuckstück seinen Platz gefunden. "Auf der Bergglocke sind zum einen das Logo unseres Vereines, zum anderen die beiden Wappen von Reinsberg und von Wollbach zu sehen", berichtet Vereinsmitglied Siegmar Ulbrich. Er hat nicht nur die Fertigung der Glocke initiiert, sondern auch den Entwurf geliefert. Das Geläut soll zudem die freundschaftliche Verbundenheit mit Wollbach in Baden-Württemberg symbolisieren. Gegossen wurde das Bergbausymbol in Karlsruhe.
Manfred Wampfler hat die komplette Finanzierung übernommen. Der ehemalige Reinsberger, der bereits seit vielen Jahren in Weil am Rhein lebt, hat den Reinsberger Verein in den vergangenen Jahren bei der Sanierung des IV. Lichtlochs immer wieder unterstützt. Bei einem Besuch des gemischten Chores Reinsberg/Siebenlehn beim befreundeten Gesangsverein in Wollbach in Baden-Württemberg wurde das Geläut den Reinsbergern überreicht. Für Siegmar Ulbrich, der als einziger von der neuen Glocke wusste, war es gar nicht so einfach, diese Überraschung vor den fast 50 mitgereisten Männern und Frauen geheim zu halten. An einem Wochenende schließlich, als das Kennenlernen der Region und auch das gemeinsame Singen im Vordergrund stand, wurde das Geschenk überreicht.
"Eine Bergglocke ertönte früher, um die Bergleute, die ja nicht alle Uhren hatten, zu wecken und ihnen die Zeit für den Schichtbeginn anzuzeigen, damit alle pünktlich da waren und eingefahren werden konnte", weiß Karl-Heinz Köhler, Vorsitzender des Vereines IV. Lichtloch des Rothschönberger Stolln. Er hatte die Glocke in Wollbach in Empfang genommen. Heute ist es in vielen Bergbauvereinen Tradition, solch eine Glocke zu besitzen, die bei Treffen und anderen Veranstaltungen geschlagen wird, berichtet Köhler. So soll es zukünftig auch im IV. Lichtloch sein. Damit die Bergglocke einen festen Platz hat, hat Siegmar Ulbrich kürzlich einen Glockenstuhl für das bronzene Bergbausymbol angefertigt, der nun im Huthaus steht.
Geschlagen wird die Bergglocke im nächsten Jahr nicht nur bei verschiedenen Veranstaltungen, sondern auch im April, wenn der Verein sein Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen feiert.


