Nach dem knappen Sieg der Blockhausener im Flaschenaufstellen gab es reichlich Bierduschen.
Foto: Klaus Ebert
Blockhausen schafft den Weltrekord
Bei Mulda steht mit 39,80 Metern der längste Tisch der Welt - Auf ihn passen mehr als 10.000 Flaschen Bier
Mulda. Mulda. Mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde kann Blockhausen bei Mulda rechnen. Mit 39,80 Meter steht dort der längste Tisch der Welt. Bei einem weiteren Rekord-Versuch wurde der 1,20 Meter breite Tisch außerdem im Wettkampf von zwei Teams mit Bierflaschen voll gestellt. Rund 1500 Besucher aus der ganzen Region hatten die Aktionen zum Männertag nach Blockhausen gezogen.
Um 12.22 Uhr war es soweit. Unter Beifall konnte Notar Tino Steglich die offizielle Länge des Tisches verkünden. Mit 39,80 Meter übertrifft er den bisherigen Weltrekordhalter um 80 Zentimeter. Die Angaben wird der Notar an das Guinness-Buch der Rekorde melden. Der Jurist beteiligte sich gerne an der Aktion: "So etwas macht mehr Spaß, als im Büro zu sitzen. Ich war noch nie hier. Mir gefällt es sehr gut. Ich komme bestimmt privat mal wieder."
Gewonnen hatten die Blockhausener auf ganzer Linie. Denn auch den Wettkampf im Bierflaschen-aufstellen konnten die Naturburschen für sich entscheiden. Im Anschluss an die Vermessung stellten je ein Sechser-Team aus Blockhausen und des Freiberger Brauhauses Bierflaschen auf den Tisch. Jede Mannschaft begann an einem Ende des Tisches. Gewinner war, wer zuerst die Mittellinie erreichte. Nachdem die Blockhausener anfangs deutlich vorn lagen, holte das Freiberger Brauhaus-Team unter Chef Michael Eßlinger deutlich auf. Trotz Schnitt-Verletzung konnten die Blockhausener am Ende den Wettkampf für sich entscheiden und gewannen eine Jahresration Freiberger Pils. Hitradio RTL-Moderator Mirko Jacob kommentierte das Unterfangen mit spaßigen Sprüchen. Insgesamt standen am Ende rund 10.170 Flaschen Bier auf dem Tisch.
Ähnlich bierlastig und rekordverdächtig ging es beim Bierkasten-Klettern zu. Andreas Kretzschmar sicherte die Wagemutigen mittels Gurt und Kran. "Am besten steigt man über die Kastenecke auf. Der höchste Turm, den ich erlebt habe, war 38 Kisten hoch. Ich klettere selber allerdings lieber auf Bäume." Erik Linke schaffte unter Anfeuerung seiner Kumpels 18 Kästen. Der Dresdner Student hat schon Erfahrung mit dieser sportlichen Disziplin: "Es erfordert eine Menge Konzentration. Für meinen derzeitigen Zustand bin ich aber ganz zufrieden mit meinem Ergebnis." Mit seinen acht Freunden war er von Dorfchemnitz aus gewandert. Kumpel Sven Fischer gefiel die Holzschnitzerei im Wald: "Wir machen schon jahrelang unsere Männertagstour zusammen und sind jedes Jahr hier. Später fahren wir noch mit der Dampflok und besuchen die Brauerei in Rechenberg." Bruder Ronny Berger ergänzte: "Meine Frau und unser Kind machen eine Radtour, wir unseren Ausflug. So soll es auch künftig bleiben."
"Sauensäger" Andreas Martin hatte mit seiner Frau Steffi den Erlebnistag mitten im Wald organisiert. Unterstützt wurden die Veranstalter von rund 30 Helfern: "Blockhausen ist sozusagen unser Kind. Das Objekt soll für naturbezogene Veranstaltungen da sein. Vor zehn Jahren ist die erste Hütte aufgestellt worden. Ab da ist es kontinuierlich gewachsen. Dabei zu sein, ist einfach toll", so der 53-jährige Förster. Das nächste Großereignis steht vor der Tür. Pfingsten werden zum Huskycup die besten Kettensägenkünstler aus aller Welt erwartet.

