So stellen sich die Planer das Parkhaus zwischen Fischerstraße und Bundesstraße 173 in Freiberg und sein Umfeld vor, hier der Blick aus Richtung Schillerstraße mit Durchbruch der Stadtmauer neben dem Kalkturm.
Foto: Büro Benedix, "Freie Presse"
Ein Portal inmitten der alten Stadtmauer
Arbeitskreis Stadtgestaltung gibt Empfehlungen für die Gestaltung von Parkhaus und Umfeld an der B 173 - Erste Zeichnungen vorgelegt
Freiberg.
Freiberg. Eine geöffnete Stadt- mauer, gestaltet als Tordurchfahrt mit Portal zwischen Parkhaus und Schillerstraße - und, um diese Öffnung noch zu betonen, könnte sie durch einen zurückgesetzten Rahmen ergänzt werden.
So stellt sich der Freiberger Arbeitskreis Stadtgestaltung, dem neben Baubürgermeister Holger Reuter Vertreter der Verwaltung, Stadträte und Architekten angehören, die mögliche Lösung für das Parkhaus zwischen Fischerstraße und B 173 vor und lässt erstmals eine Zeichnung davon anfertigen. Mit einer Empfehlung für diese Variante hat sich der Arbeitskreis jetzt an die Öffentlichkeit gewandt.
Eine Erhöhung der Mauer Richtung Kalkturm und Kornhaus auf die ursprünglichen fünf bis sechs Meter sehen die meisten Mitglieder dagegen kritisch. Um die Mauer dennoch erlebbar zu machen und begehen zu können, wird eine Erhöhung als Absturzsicherung vorgeschlagen. "Die Gestaltung der Stadtmauer mit einem zurückgesetzten Betonrahmen bewahrt die Historie und zeigt, dass hier etwas Neues entstanden ist", begründete CDU-Stadtrat Heinrich Douffet sein Votum.
"Die Begehbarkeit der Stadtmauer wäre ein interessantes Angebot für die Freiberger und ihre Besucher, die Stadtmauer aktiv zu erleben." Sich zum neuen Baukörper zu bekennen, ohne die Stadtmauer zu erhöhen, empfiehlt auch Stadtrat Rainer Tippmann (Linke). Volker Benedix (CDU) hat noch andere Visionen: Mit den Vorschlägen solle die Stadtmauer nicht zerstört, sondern lediglich für einen begrenzten Zeitraum geöffnet werden. "Wir können davon ausgehen, dass bei anhaltender technischer Entwicklung in 50 Jahren Autos entbehrlich sind und somit auch das Parkhaus." Möglicherweise sei der öffentliche Nahverkehr so ausgebaut, dass gar keine Stellplätze mehr nötig sind, träumt der Stadtrat.


